Einkaufsstraße als Bezirksgrenze

27. Oktober 2005, 16:35
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Monumentalbauten, Flohmarkt und Naschmarkt, Flakturm und erstes Wiener Tonfilmkino.

Mit der Mariahilfer Straße verfügt der 6. Wiener Gemeindebezirk über eine der traditionsreichsten und wichtigsten Einkaufsstraßen Wien. Die Mariahilfer Straße bildet zugleich die Grenze zum 7. Bezirk Neubau. Eingekauft werden kann auch an der Grenze zum 5. Bezirk, nämlich am Flohmarkt und Naschmarkt, die sich auf der Wienflußüberwölbung zum Teil schon in Margareten befinden.

Durch die Lage an der Straße nach Schönbrunn und an der ehemaligen Poststraße nach Linz entwickelte sich Mariahilf rasch. Die Bedeutung der Mariahilfer Straße wurde durch die Errichtung des Westbahnhofs 1857 noch verstärkt. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war sie mit der Errichtung zahlreicher Warenhäuser die bedeutendste Geschäftsstraße der Vorstädte. Heute leben 27.867 Menschen in dem 1,48 km2 großen Bezirk Mariahilf.

Mit dem Theater an der Wien (1798-1801), Raimundtheater (1893) und Semperdepot (1877) verfügt der einstmals typisch kleinbürgerliche Bezirk über Monumentalbauten. Im Flakturm im Esterházypark befindet sich seit 1966 Haus des Meeres. Das nahe Apollo-Kino wurde 1904 als Varieté-Theater gegründet, 1929 zum ersten großen Tonfilmkino Wiens umfunktioniert und 1993 zu einem Mehrsaalkino umgebaut.

Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2005:
SPÖ 36,13 Prozent
FPÖ 9,37 Prozent
ÖVP 23,77 Prozent
GRÜNE 27,70 Prozent
KPÖ 2,00 Prozent
BZÖ 0,77 Prozent
SLP 0,26 Prozent

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    derstandard.at/moser
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