Mainoni will Regierung wegen Salzburg AG befassen

4. Februar 2005, 11:13
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Staatssekretär: "Pflanzerei für die Stromkunden"

Salzburg - "Das ist eine Pflanzerei für alle Stromkunden in Salzburg. Die Salzburg AG muss zwar ab 1. Februar die Netzgebühren um zehn Prozent senken - die Konsumenten sollen dabei aber völlig leer ausgehen." Forschungs-Staatssekretär Eduard Mainoni (F) will den Ministerrat einschalten, um doch noch eine Preissenkung zu erreichen, meldete die "Kronen-Zeitung" in ihrer Ausgabe am Sonntag.

Die Salzburg AG ist ins Visier der Energie-Control in Wien geraten. Auf Weisung dieser Aufsichtsbehörde müssen (nicht nur hier in Salzburg) die überhöhten Netz-Gebühren gesenkt werden. Doch in Salzburg bleiben die Preise unverändert, ließ das Unternehmen wissen.

"Strom-Gesellschaften möchten das torpedieren"

"So kann es ja nicht sein", sagte Mainoni in der "Kronen-Zeitung". Der Staatssekretär wird die Bundesregierung im Ministerrat mit diesem Fall befassen. "Weil sich die Regierung seit Jahren um niedrigere Strompreise bemüht. Darum gab es ja auch die Anordnung, die Netzgebühren zu senken. Die Strom-Gesellschaften möchten das aber torpedieren."

Land und Stadt als Miteigentümer müssten im Aufsichtsrat eine Preissenkung verlangen, so der Staatssekretär in der "Krone". "Die haben da aber kein Interesse, sie füllen ihre Budget-Löcher mit den Millionen-Dividenden von der Salzburg AG." (APA)

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