Deutschland erleichtert Absetzbarkeit von Spenden

21. Februar 2005, 09:50
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Spendenpraxis "erheblich entbürokratisiert und erleichtert"

Berlin - Spenden für die Flut-Opfer in Südasien sollen in Deutschland steuerlich leichter abgesetzt werden können. Angesichts der "überwältigenden Spendenbereitschaft" der Deutschen würden die steuerlichen Vorschriften "erheblich entbürokratisiert und erleichtert", erklärte das Finanzministerium am Freitag in Berlin. Mit den Finanzbehörden der Länder habe das Ministerium "einen Katalog steuerlicher Maßnahmen erstellt". Für die Anrechenbarkeit der Spenden gelte etwa ein vereinfachter Spendennachweis durch Einzahlungsbeleg oder Buchungsbestätigung. Bei Online-Banking soll ein einfacher PC-Ausdruck genügen.

Auch Spenden an Einrichtungen, die nach ihrer Satzung keine mildtätigen Zwecke verfolgen, sind den Angaben zufolge steuerbegünstigt, wenn sie der Hilfe für die Opfer des Seebebens zugeführt werden. Als Beispiel nennt das Ministerium Sportvereine, Kleingarten- oder Brauchtumsvereine, die das Geld an Flutopfer weiterleiten. Firmen können die Spende von Wirtschaftsgütern oder betrieblichen Leistungen an flutgeschädigte Unternehmen als Betriebsausgabe absetzen. Zudem reduziert sich demnach der steuerpflichtige Arbeitslohn um Arbeitslohnspenden zu Gunsten der Fluthilfe. (APA)

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