Kein Zuckerschlecken für Wussow

7. Februar 2005, 15:05
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Dem Outing als Notstandshilfe­empfänger folgt "bitteres" Nachspiel - Agrana- Kampagne nur mehr mit Krankl

Für Schauspielerin Barbara Wussow hat nun das selbstbewusste Outing ihres Promi-Ehemannes Albert Fortell - beide würden zwischen ihren Engagements auch noch Notstandshilfe kassieren - negative Folgen. Neben der angeschlagenen moralischen Reputation, muss sie nun auch finanzielle Einbußen hinnehmen.

Der auf Zucker-, Stärke- und Fruchterzeugung spezialisierte Lebensmittelkonzern Agrana will Wussows Zuckergoscherl nicht mehr in seiner Kampagne sehen. Dies bestätigt die Agrana-Geschäftsführung auf Anfrage des STANDARD.

"Die Zuckerseiten Österreichs"

Nachdem Fortell (ebenfalls Mime sowie ÖVP-Vertreter im ORF-Stiftungsrat) - trotz fetter Gagen als TV-Schlosshotel-Chef - um die finanzielle Unterfütterung seiner, sich großbürgerlich gerierenden, Familie öffentlich gebangt und damit eine hitzige Diskussion um soziale Gerechtigkeit in Österreich ausgelöst hatte, wird Agrana "die Zuckerseiten Österreichs" 2005 nur mehr mit Fußballstar Hans Krankl als Promi-Aushängeschild bewerben.

Das zurückgezogene Wussow-Sujet werde durch ein unbekanntes Model ersetzt, heißt es.

50.000 Euro für Zucker-Fotoshooting

Am Hungertuch werden Wussow-Fortell trotzdem nicht nagen müssen. Die Mimin und ihre Agentur hätten "für das Zucker-Fotoshooting im März des Vorjahres rund 50.000 Euro lukriert," heißt es bei Agrana.

"Schlosshotel"-Kinofilm

Dem Vernehmen nach soll der Langzeit-TV-Serie "Schlosshotel Orth"-Serie außerdem jetzt auch noch ein "Schlosshotel"-Kinofilm folgen. (Monika Bachhofer/DER STANDARD, Printausgabe, 14.1.2005)

  • Österreichs Zuckerseiten werden nun nicht mehr von Wussow, sondern ...
    foto: demner, merlicek & bergmann

    Österreichs Zuckerseiten werden nun nicht mehr von Wussow, sondern ...

  • ... nur mehr von Hans Krankl beworben.
    foto: demner, merlicek & bergmann

    ... nur mehr von Hans Krankl beworben.

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