Annan fordert "entschiedene Maßnahmen" gegen den Klimawandel

2. Februar 2005, 20:15
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Besonders kleine Inselstaaten von Erderwärmung bedroht

Port Louis - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat zu "entschiedenen Maßnahmen" gegen den Klimawandel aufgerufen, um die von der Erderwärmung besonders bedrohten kleinen Inselstaaten zu schützen. "Es ist nicht länger schwer vorstellbar, was der Anstieg des Meeresspiegels auslösen wird, der laut den besten Forschern der Welt von Klimaerwärmung verursacht wird", sagte Annan mit Blick auf die Flutkatastrophe in Asien, bei der mindestens 158.000 Menschen starben. Die kleinen Inselstaaten fordern seit langem schärfere Maßnahmen gegen die Erderwärmung, da ihre Existenz durch ein Ansteigen des Meeresspiegels bedroht ist.

Annan sprach sich bei einer Konferenz der Inselstaaten in Port Louis auf Mauritius außerdem für ein weltweites Frühwarnsystem für Katastrophen wie die Flutwellen in Südasien aus. Ein solches System solle aber nicht nur Tsunamis, sondern alle anderen Bedrohungen wie Wirbelstürme einschließen, sagte er in seiner Rede vor rund 40 führenden Persönlichkeiten der Inselstaaten. Dabei dürfe keine Region der Welt vergessen werden, mahnte Annan. Die UNESCO ist führend am Projekt für ein Frühwarnsystem für den Indischen Ozean beteiligt, das im Jahr 2006 einsatzbereit sein soll. Ein Jahr später soll ein weltweiter Mechanismus funktionsfähig sein. (APA)

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