Umfrage: Österreicher haben wenig Verständnis für Grasser

21. Februar 2005, 10:23
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Verhalten des Finanzministers ist für 61 Prozent "unverständlich" - 42 Prozent hielten Krisenmanagement der Regierung für unangemessen

Klagenfurt - Wenig Verständnis zeigen die Österreicher für das Verhalten von Finanzminister Karl-Heinz Grasser im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe in Südostasien. Laut einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes beurteilten 61 Prozent sein Gesamtbild vor dem Hintergrund der Katastrophe als "unverständlich".

Plassnik kommt besser weg

Deutlich besser beurteilt wird ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik. Ihr attestieren 35 Prozent der Befragten ein vorbildliches oder zumindest engagiertes Verhalten, ein Drittel beurteilte ihre Vorgangsweise als "angemessen" und nur 32 Prozent als "unverständlich". Grasser wollten nur 14 Prozent der insgesamt 850 befragten Personen als "vorbildlich" bzw. "engagiert" beurteilen, ein Viertel gesteht dem Minister, der auch nach der Katastrophe auf den Malediven urlaubte, ein angemessenes Verhalten zu.

42 Prozent hielten Krisenmanagement der Regierung für unangemessen

Im Gegensatz zu einer unlängst vom Meinungsforschungsinstitut "market" durchgeführten Befragung, bei der das Krisenmanagement der Behörden mit großer Mehrheit als "sehr gut" bis "eher gut" beurteilt worden war, wollten bei der Umfrage des Humaninstitutes nur 31 Prozent den Repräsentanten der Bundesregierung ein "menschlich und strategisch angemessenes Verhalten" zubilligen. 42 Prozent verneinten diese Frage, 27 Prozent hatten keine Meinung.(APA)

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