FPÖ Salzburg verärgert über Landesversorger

4. Februar 2005, 11:13
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Weil Salzburg AG Absenkung nicht an Kunden weitergibt - FPÖ-Obmann Schnell verlangt Einfrier-Garantie für zwei Jahre

Salzburg - Verärgert reagierte am Donnerstag der Salzburger FPÖ-Obmann Karl Schnell auf die Ankündigung der Salzburg AG, dass sie die von der Regulierungsbehörde E-Control verordnete Senkung der Netztarife nicht an die Stromkunden weitergeben wird. Schnell verlangte deshalb eine Garantieerklärung, dass es in den nächsten zwei Jahren zu keinen neuerlichen Erhöhungen kommt.

Die E-Control Kommission hatte bezogen auf die Haushaltsebene in Salzburg eine Senkung der Netztarife um knapp zehn Prozent per Anfang Februar verordnet. Die Salzburg AG wird zwar die Netztarife senken, im Gegenzug aber die Energiepreise erhöhen, so dass es für den Stromkunden ein Nullsummenspiel wird. Diese Vorgangsweise sei mehr als bedenklich. Damit werde die Existenz der Behörde ad absurdum geführt, so Schnell.

Gestiegene Beschaffungskosten

Die Salzburg AG hat diesen Schritt damit begründet, dass die Kosten für den Stromeinkauf gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent gestiegen seien. Schnell findet sich mit dieser Begründung nicht ab: Nicht einmal vor einem Jahr hätten Vertreter der Salzburg AG im Salzburger Landtag erklärt, das Stromunternehmen zeichne sich durch geringe Stromeinkäufe aus.

Jetzt heiße es, die Senkung der Netztarife könne nicht an die Konsumenten weitergegeben werden, da die Kosten für den Stromeinkauf so stark angestiegen seien. (APA)

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