KaZaA-Partner will bei Tauschbörsen Lizenzgebühren kassieren

17. Februar 2005, 16:26
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Altnet sorgt erneut für Aufsehen in P2P-Szene

Das P2P-Unternehmen Altnet, ein Joint-Venture-Partner der Tauschbörse KaZaA, hat damit begonnen, Lizenzgebühren von anderen Tauschbörsen zu verlangen. Altnet wähnt sich im Besitz von Patentrechten, die die Identifizierung von Files auf P2P-Netzwerken ermöglichen. Das Unternehmen hat schriftlich bereits Gebühren von LimeWire, BearShare und StreamCast Networks eingefordert, berichtet der Branchendienst CNet.

Klage gegen Musikindustrie

Altnet hat schon im Herbst des Vorjahres für Aufsehen gesorgt, als es die US-Musiklobby RIAA, die ihrerseits seit Jahr und Tag gegen Tauschbörsen zu Felde zieht, wegen Patentverletzung geklagt hatte. Die RIAA verwende bei der Suche nach Copyright-Verletzungen Software, die auf einem Patent von Altnet beruhe, hieß es damals in der Klage.

Der KaZaA-Partner macht bereits seit beinahe zwei Jahren Patentansprüche geltend. "Aber es hat Zeit gebraucht um herauszufinden, wie andere P2P-Applikationen funktionieren", sagte Larry Hadley, ein Anwalt aus Los Angeles, der Altnet vertritt. "Bisher haben wir keine Klagen eingebracht. Nunmehr machen wir aber die Unternehmen darauf aufmerksam, dass sie Altnet-Software verwenden. Falls sie das weiter tun wollen, müssen sie eine Lizenz erwerben", erklärte Hadley.(pte)

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Altnet

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