Raiffeisen verkauft AllesReise.com

4. Februar 2005, 11:08
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Stafa Reisen neuer Eigentümer - Raiffeisen Reisen schaffte 2004 den Turnaround

Wien - Die Stafa Reisen - Last-Minute-Urlaub hat von Raiffeisen den vorwiegend im Last-Minute-Geschäft tätigen Anbieter AllesReise.com per 1. Jänner 2005 zu 100 Prozent übernommen. Verkauft wurden das Geschäftsfeld "Online-Buchen" und die AllesReise.com Filiale Mariahilfer Strasse in Wien. Stafa Reisen wird die gesamte Mannschaft und die Marke AllesReise.com übernehmen.

Für Stafa Reisen sei AllesReise.com die ideale Ergänzung, das seien Synergien, die den Online-Buchungsmarkt in Österreich weiter stärken würden, so Firmengründer und Geschäftsführer Robert C. Chelbec am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Auf Kernkompetenz konzentrieren

Raiffeisen Reisen wolle sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren, betont Geschäftsführer Fred Wellenhofer. Zentrale Punkte seien mittelfristig neue Konzepte in der Kundenbetreuung, die ihre inhaltliche Umsetzung bald in allen 27 Raiffeisen Reisen Filialen in Ostösterreich finden würden, sowie die Stärkung des Inbound Bereiches durch die Übernahme von Pegasus Incoming.

Eigentümer der AllesReise.com war die R-Interaktiv Reisen GesmbH, an der die Raiffeisen-Reisebüro Gmbh, die Salvelinus Handels- und Beteiligungs GmbH und die Kurier Zeitungsverlag GesmbH beteiligt sind.

AllesReise.com ist seit 2000 in Österreich auf dem Last-Minute-Sektor tätig, Stafa Reisen seit 1994. Bei Stafa Reisen buchten laut der heutigen Presseinformation 2004 mehr als 20.000 Kunden, das Unternehmen zähle demnach zu den erfolgreichsten Restplatzvermarktern Österreichs.

Turnaround

Raiffeisen Reisen, zu 25 Prozent im Besitz der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und zu 75 Prozent der Raiffeisen-Invest-GmbH, hat 2004 laut Geschäftsführer Fred Wellenhofer den Turnaround erreicht, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner heutigen Ausgabe.

Während das Tourismus-Unternehmen 2003 noch einen Verlust in Höhe von 3,3 Mio. Euro geschrieben habe, werde das EGT 2004 "zwischen ausgeglichen und positiv" liegen. Der Umsatz habe 2004 75 bis 76 Mio. Euro betragen, nach 63,6 Mio. Euro 2003. Wellenhofer schließe nicht aus, heuer weiter Mitbewerber aufzukaufen. (APA)

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