Auch 2004 mehr Airbus- als Boeing-Jets

3. Februar 2005, 15:16
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Der Jahresumsatz des europäischen Luftfahrtkonzerns stieg auf etwas mehr als 20 Milliarden Euro

Paris - Airbus hat 2004 erneut mehr Zivilflugzeuge ausgeliefert als sein Erzrivale Boeing aus den USA: Nach den am Mittwoch von Airbus-Chef Noel Forgeard in Paris vorgelegten endgültigen Zahlen übergab der europäische Flugzeugbauer Fluggesellschaften, Frachtdiensten sowie Leasingfirmen in der ganzen Welt insgesamt 320 Maschinen. Boeing lieferte dagegen nur 285 Flugzeuge aus.

Den erstmals 2003 errungenen Vorsprung dürfte Airbus auch 2005 halten: Die Europäer planen mit 350 bis 360 ausgelieferten Verkehrsmaschinen, die Amerikaner mit 320.

Forgeard zeigte sich zuversichtlich, dass die neuen Langstreckenjets A380 und A350 erfolgreich vermarktet werden. Für den A380, den größten Passagierjet aller Zeiten, würden in diesem Jahr Festbestellungen von zwei neuen Kunden erwartet, sagte der Franzose, der im Sommer einer der beiden Co-Chefs des Airbus-Mutterkonzerns EADS wird. Der A380 wird kommenden Dienstag in Toulouse feierlich präsentiert und soll ab 2006 in den Liniendienst gehen.

Auftragsbücher gut gefüllt

Die Auftragsbücher von Airbus sind Forgeard zufolge gut gefüllt: 2004 nahm das Unternehmen 370 Festbestellungen für Zivilflugzeuge entgegen; dies entsprach 57 Prozent der weltweiten Orderzahlen und bedeutete eine erhebliche Steigerung gegenüber den 254 Bestellungen im Vorjahr. Schlanke Maschinen mit zwei Passagierreihen und einem Mittelgang stellten mit 279 Bestellungen den Löwenanteil der Aufträge.

Forgeard äußerte sich zufrieden über die wirtschaftliche Lage von Airbus, ohne Gewinnzahlen zu nennen. Die Bilanz zum Jahreswechsel - die in die Ergebnisse von EADS einfließt - sei aber "sehr gut", betonte er. Airbus sei fast doppelt so profitabel wie Boeing. Der Jahresumsatz stieg seinen Angaben zufolge von 19,3 Mrd. auf "etwas mehr als 20 Mrd. Euro". (APA)

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