AMD schockt mit Gewinnwarnung

1. Februar 2005, 16:28
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Chiphersteller durch Preiskampf auf Chip-Markt belastet

Der US-amerikanische Chiphersteller AMD hat für sein abgelaufenes viertes Quartal Gewinneinbrüche und einen Umsatzrückgang in seiner Memory Group in Aussicht gestellt. Wie AMD in der Nacht auf heute, Dienstag, mitteilte, soll das operative Ergebnis zwar positiv ausfallen, jedoch erheblich unter dem des Vorquartals liegen. Im dritten Quartal 2004 hatte AMD ein operatives Ergebnis von 68,4 Mio. Dollar ausgewiesen.

Mehr Umsatz

Zwar werde der Gesamtumsatz leicht über den 1,24 Mrd. Dollar des Vorquartals liegen, aufgrund des harten Wettbewerbs auf dem Flash-Memory-Markt sollen die Umsätze der Memory Group aber sinken. Außerdem rechnet AMD für die Sparte mit einem operativen Verlust. In seiner ursprünglichen Prognose für das abgelaufene vierte Quartal war der Chiphersteller noch von Umsatzzuwächsen in allen Konzernbereichen ausgegangen.

Intel schlug zurück

Nach Ansicht zahlreicher Analysten sind vor allem aggressive Preissenkungen des Branchenführers Intel für das schwächelnde Chip-Geschäft beim Konkurrenten AMD verantwortlich, schreibt das Wall Street Journal. Intel und AMD sind die weltweit größten Hersteller von Flash-Memory-Chips. Intel hat sich nach eigenen Angaben im dritten Quartal 2004 die Marktführung in diesem Bereich von AMD zurückerobert.

Der schwache Dollar

Der französisch-italienische Chiphersteller STMicroelectronics rechnet für das abgelaufene vierte Quartal aufgrund des schwachen Dollars und anhaltendem Preisdruck mit einer unter den Erwartungen liegenden Bruttomarge von 36,6 Prozent. Der Umsatz liege dagegen mit einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal innerhalb der eigenen Erwartungen, heißt es in einer entsprechenden Unternehmensaussendung. (pte)

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