Lizenzen von Antenne Steiermark und Antenne Salzburg ausgeschrieben

16. Februar 2005, 13:03
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Zulassungen laufen nach zehn Jahren aus

Die Privatradios Antenne Steiermark und Antenne Salzburg müssen sich heuer neu um ihre Lizenzen bewerben. Der Grund: Die Zulassungen der beiden Sender wurden 1995 vergeben und rechtskräftig, sind aber per Gesetz auf zehn Jahre befristet. Die Medienbehörde KommAustria hat die entsprechenden Frequenzen am Dienstag ausgeschrieben.

Antenne Steiermark und Antenne Salzburg (damals Radio Melody) waren die ersten österreichischen Privatradios, die auf Sendung gehen konnten. Der Sendestart der 1995 lizenzierten Bewerber wurde damals durch Beschwerden von zu kurz gekommenen Konkurrenten beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) verhindert. Nur Antenne Steiermark und Melody konnten sich mit den Kontrahenten einigen und im Herbst 1995 starten.

Lizenzvergabe läuft "wie eine Neuvergabe" ab

Das nun eingeleitete Lizenzverfahren läuft nach Auskunft von Michael Ogris, Chef der KommAustria, "wie eine Neuvergabe" ab. Allerdings werden die Frequenzen der beiden Regionalradio-Ketten jeweils nur als Gesamtheit ausgeschrieben und vergeben. Niemand kann sich also für bloß eine einzelne Frequenz bewerben. Die derzeitigen Betreiber hätten keinen gesetzlichen "Startvorteil", so Ogris. Allerdings sei laut Privatradiogesetz im Auswahlverfahren zu berücksichtigen, ob der Antragsteller bereits eine Zulassung ausgeübt habe und auf Grund dessen "verlässliche Prognosen" getroffen werden können, sagte Ogris zur APA.

Antenne Steiermark-Geschäftsführer Rudolf Kuzmicki erklärte am Dienstag gegenüber der APA, man gehe "wirklich zuversichtlich" in das Verfahren. "Ich glaube, wir haben uns auf dem Markt gut bewährt. Ich sehe da keinen Grund, warum wir ein schlechtes Gefühl haben sollten." Sylvia Buchhammer, Geschäftsführerin der Antenne Salzburg, war am Dienstag nicht erreichbar. (APA)

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