Er halte "nüchternen Professionalismus" für das Beste. Nun ist es beruhigend, dass der Kanzler sich nicht als Messias und Erfüller von Heilserwartungen ("Chiliasmus") sieht. Politiker dieser Sorte bedeuten nie etwas Gutes. Und nüchterner Professionalismus ist überhaupt gut, wenn einer Regierung nicht die Gesetze reihenweise vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben werden sollen. Aber eine Dimension wird dabei vernachlässigt. Man kann professionell handeln und den Menschen doch das Gefühl geben, dass man sie und ihre möglicherweise unprofessionelle Angst und Verzweiflung ernst nimmt. (DER STANDARD, Printausgabe, 11.1.2005)
Zitat Hertz-Kestranek: "Brauner Rassismus, einfach gestrickt und offen gegrölt, ist widerwärtig, aber eine bekannte Größe. Roter Rassismus, unterschwellig, weil in Gutmensch-Verpackung, ist widerwärtiger, weil bis jetzt unbekannt."
Verkürzt: Roter Rassismus in Gutmensch-Verpackung ist widerwärtiger als offen gegrölter brauner Rassismus. Widerwärtiger, weil bis jetzt unbekannt.
Sehr verkürzt: Roter Rassismus ist widerwärtiger als brauner Rassismus.
Warum diese Rassismus-Debatte: Gusenbauer wollte nach der Tsunami-Katastrophe den Opernball abgesagt wissen. Nicht aber bei den Ruanda- und Darfour-Opfern. Heuchelt also nach Meinung des empathischen Schauspielers, der seine Entrüstung im Standard in Worte faßt. Die Krone häts auch getan.
naja, des woar schon ein bisserl schwierig diesesmal. bei den überschwemmungen in österreich, hat der orf ja alles wunderbar getimt, jemand hat die stiefel und das regenmanterl hergricht, ein anderer hat a wirklich schöne wasserlatschn ausgsucht und wieder ein anderer hat auschau ghaltn was den der doofe gusi so macht.
diesmal hät ma scho weit fliegen müssen um ein paar gute bilder zusammenzubringen.
...empfinden die angehörigen und die warten glaub ich nicht auf das erlösende wort des kanzlers.
man glaubt es kaum aber die haben im moment andere sorgen als irgendwelche innenpolitischen haxlereien.
und wenn rau das bedürfnis nach tröstenden schüsselworten und traurigen mienen verspürt,dann ist entweder ein heuchler oder er braucht wirklich professionelle hilfe.
kann sehen wie der Kanzler sich selbst eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellt und das mit Bibelzitaten untermauert. Nüchterner Professionalismus sieht bei ihm und seiner Laienspieltruppe so aus: keine Öffentlichkeitsarbeit, keine regelmäßigen Informationen via Medien, keine Bestandsaufnahme, keine Vorhaben, keine Begründungen für Handlungen und Unterlassungen, kein Maßnahmenkatalog, keine Ideen, kein Vermitteln des jeweiligen Stands der Dinge. Keine Sprecher die die Bevölkerung regelmäßig über Ergebnisse von Krisenstabssitzungen unterrichten. Kein Was, Wann, Wo, Wie, Warum und Wieviel. Außer Bibelzitaten keinen begleitenden Wortschatz. Das ist Armut und Elend im Geiste und im Handeln.
Und wieder so ein Untergriff von wegen Aufhebung der Gesetze durch den Verfassungsgerichtshof (was hat das eigentlich mit der Rolle der Regierung in der Tsunami-Krise zu tun?).
Dann muss die Antwort zwangslaeufig lauten: Auch unter den SPOE-Kanzlern wurden Gesetze als nicht verfassungskonform zurueckgewiesen. Nur hat dann halt Rot-Schwarz mit Verfassungsmehrheit im Parlament eben die Verfassung auf "konform" geaendert...
Mit dem Tsunami hat es nichts zu tun, aber mit dem von Schüssel propagierten Anspruch auf allerhöchste Professionalität schon. Also wenn jemand Professionalität im Kerngeschäft einer Regierung - nämlich in der Gesetzgebung - über die Jahre vermissen lässt (serienweise Aufhebung von Prestigegesetzen der Regierung oder Nichtbeachtung von Verfassungsgerichtsurteilen), dann ist Zweifel an solch immer wieder behaupteter Professionalität in anderen Bereichen durchaus legitim.
Die Gesetze machen in der Regel die Ministerialbeamten und das Parlament beschließt sie. Auch die Regierungsvorlagen für Gesetze (höchst selten) werden dann vom Parlament beschlossen. Die Regierung hat sicher andere Kernaufgaben!
Außerdem verwechseln Sie Professionalität mit Unfehlbarkeit
haben aber schon meistens ( auch in anderen Ländern ) die Regierungsparteien.
Und nicht zuletzt durch den Klubzwang - sagens mir jetzt bitte, den gibts nicht - gehen die Abstimmungen im Parlament doch häufig zugunsten der Regierungsvorschläge aus.
Wobei ich auf dem Standpunkt stehe, dass Abgeordnete Vertreter der Wähler sein sollten und nicht eines Klubs, was schon den Begriff "Klubzwang" demokratiefeindlich erscheinen lässt.
Soweit ich mich nicht irre, ist die Gesetzgebung Kerngeschäft des Nationalrates (und des Bundesrates) - und nicht der Regierung.
Ob der das allerdings wahrnimmt, könnten wir diskutieren!
P.S.: Ich brauche auch keinen Betroffenheit "spielenden" Bundeskanzler. Man kann auch betroffen sein, ohne es nach außen zu kehren!
schüssels haltung ist die einzig ehrliche. grassers entscheidung weiter zu urlauben, ist rational die einzig richtige. was hätte er denn in österreich tun sollen? (blöd war halt dann die begründung)
wir brauchen keinen gummistiefel-klima, keinen feuerwehrumarmenden bush und schon gar keinen heuchlerisch stimmlosen joschka fischer.
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