Spenden: Was Versprechen wert sind

21. Februar 2005, 09:50
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UN-Generalsekretär Annan fürchtet, dass sich eine große Schere auftun wird, zwischen zugesagten und tatsächlichen Hilfsleistungen

New York - UN-Generalsekretär Kofi Annan fürchtet, dass sich nach dem Tsunami in Südostasien eine ähnliche Schere auftun wird wie nach dem Erdbeben im irakischen Bam: jene zwischen zugesagten und tatsächlich eingetroffenen Hilfsleistungen. Annan verdeutlicht:

  • Eine Milliarde Dollar war nach dem Erdbeben zugesagt worden, 17,5 Millionen wurden letztlich überwiesen.

  • Unmittelbar nach dem Beben, bei dem 30.000 Menschen starben, waren 200 Hilfsorganisationen im Einsatz, heute ist nur noch eine Hand voll vor Ort.

    Ähnlich die Situation nach anderen Katastrophen:

  • Nach dem Hurrikan "Mitch", der 1998 über Zentralamerika fegte, waren mehr als acht Milliarden Dollar Hilfe für die Bevölkerung zugesagt worden, ein Drittel des Geldes traf ein.

  • Für das afrikanische Liberia gab es Zusagen von einer Mrd. Dollar, 65 Mio. kamen tatsächlich in der Kriegsregion an.

    Für Asien trafen bisher Geldzusagen von mehr als vier Milliarden Dollar ein (von Staaten, ohne Privatspenden). (DER STANDARD Printausgabe 8/9.1.2005)

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