Beben in Südasien "an sich relativ selten"

16. Februar 2005, 11:34
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90 Prozent ereignen sich im zirkumpazifischen Gürtel - mit Infografik

Wien/Manila/Hongkong - Ein Erdstoß auf der indonesischen Insel Sumatra war Auslöser der Flutwellen-Katastrophe, die mehr als 200.000 Menschenleben gekostet haben dürfte. Dabei sind Beben in dieser Gegend "an sich relativ selten", meinte Edmund Fiegweil, Seismologe an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMAG) auf der Hohen Warte, im Gespräch mit der APA. "Die größte Gefahr gibt es im so genannten zirkumpazifischen Gürtel, wo global gesprochen 70 Prozent aller Beben stattfinden", erklärte Fiegweil.

Dieser - im Fachjorgan auch Feuergürtel oder Ring of Fire genannt - erstreckt sich von der Halbinsel Kamtschatka über Japan, Taiwan, Philippinen bis nach Neuguinea und setzt sich dann in Süd- und Nordamerika über die Anden und Rocky Mountains bis zu den Aleuten in Alaska fort.

20 Prozent der Beben spielen sich im mediterran-transasiatischen Gürtel ab, der sich von Süditalien und Griechenland bis in den Himalaya erstreckt.

In Indonesien hat es im 20. Jahrhundert neun Erdbeben jenseits der Stärke acht auf der Richterskala gegeben. Es ist somit nicht die Anzahl, sondern die Stärke, die in diesem Gebiet im Vordergrund steht. "Wenn hier die Erde auch vergleichsweise nicht häufig bebt, dann oftmals umso heftiger", fasste Fiegweil die langjährigen Erfahrungen zusammen. (red/APA)

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