Reiselust der Österreicher nur leicht beeinträchtigt

21. Februar 2005, 09:47
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Auch Buchungen an die Ostküste Thailands "normal"

Wien - "Wir verzeichnen bei den Buchungen keine Einbrüche, die Nachfrage nach Urlaub ist ungebrochen", berichtete Verkehrsbüro-Sprecher Andreas Zenker. Sogar die Buchungen an die Ostküste von Thailand seien "normal". Das Verkehrsbüro ist der größte Reisebüro-Betreiber in Österreich.

"Das grundlegende Reiseverhalten der Österreicher wird sich auf Grund der Flutkatastrophe nicht ändern", meint auch Franz Leitner, Vorstandsvorsitzender der TUI Austria Holding, laut einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten". Er rechnet aber mit einem "Innehalten in der Gesellschaft".

Andere Zielgebiete

Die meisten Reisenden, die ursprünglich einen Urlaub in betroffene Gebiete wie im thailändischen Phuket oder in die Küstenregionen in Sri Lanka geplant hatten, werden derzeit - wie berichtet - in andere Zielgebiete - etwa in die Karibik, in warme Mittelmeerländer wie die Kanaren, Marokko oder Ägypten, nach Mexiko oder Mauritius - umgebucht. Einige Reisende würden durchaus auch an die Ostküste von Thailand umgebucht, sagte Richard. Eine starke Aufstockung der Buchungen nach Ostthailand als Alternativ-Destination sei allerdings angesichts der fehlenden dortigen Betten-Kapazitäten aber nicht möglich, meinte Zenker.

Arbeitsplätze sollen gesichert weren

Das wichtigste sei nun, die Arbeitsplätze in den beeinträchtigten Tourismusregionen zu sichern, meinte Richard. Daher schließe sich der ÖRV auch dem Aufruf des Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verbands (DRV) an Urlauber, weiter nach Südostasien zu reisen - wenn auch nicht direkt in die Katastrophengebiete, an. Allerdings sollten sich Urlauber vorher genau über die Situation in den Zielgebieten informieren: "Wir wissen ja genau, welche Hotels in Ordnung sind", so Richard. Es dürfe jedenfalls nicht die Fehlmeinung entstehen, dass die betroffenen Länder für Reisen generell ungeeignet seien.

DRV-Präsident Klaus Laepple hatte gestern betont, wenn die betroffenen Reiseländer nun auch noch generell von Touristen geschnitten würden, wäre dies ein zweiter katastrophaler Schlag für die so hart getroffene Bevölkerung. (APA)

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