Weihnachten mit Bob

16. Februar 2005, 13:34
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Zwar ersetzte die Bohrmaschine von Bob der Baumeister nach Weihnachten für einige Nächte die Puppe ...

Zwar ersetzte die Bohrmaschine von Bob der Baumeister nach Weihnachten für einige Nächte die Puppe, der man auf gar keinen Fall den von Oma gestrickten Poncho überziehen darf: "Muss nicht haben Mantel, das Baby, aber!"

Allerdings kehrte auch recht bald eine gewisse Langeweile bei der Handhabung des Geräts bei meiner Nachkommenschaft ein. Wie viele virtuelle Löcher kann man schon mit schrillem Sirenenton im Fußboden, in der Wand und im Knie vom Papa bohren, bevor diese Höllenmaschine so öd wird wie das blöde Matchbox-Kieberei- Auto mit Nebelhorn?

Das hat ein Gast in der stillen Nacht für unsere Kleinen mitgebracht. Dafür sind wir mittels eines genialen Schachzugs endlich den singenden Bauernhof aus Plastik losgeworden, der beim Betätigen der grünen Taste den Agrarökonomen zu den Klängen von "Old MacDonald had a farm" aus der Haustür hervorschnellen lässt. Es handelte sich um ein spontanes Gegengeschenk. Der Schenkende hat schließlich auch ein Kind, mit dem er Spaß haben soll.

Was ich sagen will: Diese Weihnachten waren nicht nur schrecklich. Immerhin wurde auch das Regime von Bob der Baumeister dank einer ausgeklügelten Taktik jetzt zart Richtung Pu der Bär abgemildert. Dessen Merchandising beinhaltet nichts, was lärmt. Und Pyjamas mit dem Pu obendrauf mögen zwar nach Tagen im Härtetest mit Jogurt und Tomatensauce zart zu muffeln beginnen. Allerdings entfallen jene Löcher im Knie, in die man sich gewöhnlich Gurkerln schießt. (schach/DER STNADARD; Printausgabe, 5./6.1.2005)

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