Banken heben keine Spenden-Einzahlgebühr ein

2. Februar 2005, 11:13
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BAWAG P.S.K. verzichtet bis 15 Jänner auf Gebühr von 55 Cent

Wien - Die mit umfangreichen Spenden-Abwicklungen befassten Großbanken, darunter vor allem BAWAG und P.S.K., verzichten in den nächsten Wochen auf die Verrechnung der Einzahlungsgebühr auf Spendenkonten für die Flutkatastrophe in Asien. Damit sind diese Spendeneinzahlungen ab Freitag, 31. Dezember, in allen Postfilialen und BAWAG-Bankstellen kostenlos, teilte die Bankengruppe mit. Auf die Postsparkasse entfällt traditionell der größte Teil aller Spenden-Einzahlungen in Österreich.

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), größte Bank des Landes, verlangt bei Bareinzahlungen auf Konten karitativer Organisationen schon bisher keine Einzahlungsgebühr. Auch in der Erste Bank werden bei Zahlscheinen für karitative Zwecke keine Gebühren verlangt. In der Erste Bank wird ausdrücklich auf die vielen in den Filialen aufliegenden Spenden-Einzahlscheine verwiesen.

Wie die BAWAG P.S.K. mitteilte, hat sich der Vorstand auf Grund der enormen Ausmaße der Katastrophe nach dem Erdbeben und der darauf folgenden Flutwelle in weiten Teilen Süd-Ost-Asiens entschlossen, auf die Einhebung der Gebühr von 55 Cent bis 15. Jänner zu verzichten. Die ermäßigte Einzahlungsgebühr von 55 Cent wurde wegen der für die Bank mit hohen Kosten verbundenen Bareinzahlungen vor rund vier Jahren eingeführt.

Schon vor dem Gebührenverzicht hat die BAWAG P.S.K. angekündigt, 50.000 Euro für die Linderung der Not in den betroffenen Küstengebieten zur Verfügung zu stellen. Mit dem Verzicht auf die Einzahlungsgebühr werde dieser Beitrag auf rund 100.000 Euro verdoppelt. Angesichts des aktuellen Spendenaufkommens wird in der BAWAG P.S.K. damit gerechnet, dass dieser Betrag weit übertroffen wird. (APA)

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