Große Bittorrent-Seite wehrt sich gegen Filmindustrie

7. Februar 2005, 14:38
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Lokitorrent plant nicht kampflos das Feld zu räumen und sammelt Spenden für Anwaltskosten

Die Angriffe der Filmindustrie gegen sogenannten Tracker-Seiten für das Bittorrent-Netzwerk scheinen unvermindert weiter zu gehen, doch nicht alle scheinen das Feld so freiwillig räumen zu wollen, wie es Suprnova vor einigen Tagen getan. So hat Lokitorrent nun angekündigt sich gegen die Klagsdrohungen wehren zu wollen, um das dafür notwendige Geld zusammen zu bekommen, setzt man auf Spenden von solidarischen BenutzerInnen der Seite.

In einem Schreiben, das mit dem 14.12.2004 datiert ist werden die BetreiberInnen von Lokitorrent von den Anwälten der Motion Picture Association of America (MPAA) dazu aufgefordert den Betrieb der Seite umgehend einzustellen. Außerdem erwarte man sich, dass alle zur Strafverfolgung relevanten Informationen unverändert erhalten bleiben, darunter die Log-Dateien der Server sowie Informationen über die Webseiten, auf denen die Tracker zu finden sind. Das schreiben in eingescannter Form finden sie hier.

Unklarheiten

Die rechtliche Grundlage der Vorgangsweise der Filmindustrie ist momentan zumindest umstritten, es ist bisher nicht endgültig geklärt, inwiefern der Betrieb von Tracker-Seiten illegal ist, da diese selbst keinerlei Copyright-geschütztes Material anbieten sondern lediglich eine Indizierung des Angebots vornehmen und auf die zum Tausch notwendigen Torrent-Dateien verlinken. Auch ist die rechtliche Situation in einzelnen Länder äußerst unterschiedlich.

Vorteile

Bittorrent erfreut sich vor allem aufgrund seiner hohen Effizienz zur Verbreitung von großen Dateien zunehmender Beliebtheit, in diesem Zusammenhang kommt es zunehmend zur Verbreitung von Software wie Linux-Distributionen oder größerer Updates zum Einsatz.

Ausblick

Bleibt abzuwarten, mit welchem Erfolg nun die Bemühungen von Lokitorrent gesegnet sein werden, und wie ein entsprechendes Gerichtsurteil aussehen wird. Immerhin scheinen sich die UserInnen der Seite wirklich unterstützend zu zeigen, momentan sind bereits 38 Prozent der anvisierten 30.000 US Dollar - die aber wohl nur die minimalen Rechtskosten abdecken werden - gesammelt worden. (red)

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