Krebstod für "große Tage" nicht verzögerbar

13. Februar 2005, 17:00
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Studie: Statistik widerspricht Theorie - Frauen starben zudem zumeist vor ihrer Geburtstagsfeier

Columbus - Eine Studie der Ohio State University hat die bis dahin geltende Theorie widerlegt, dass KrebspatientInnen ihren Tod für wichtige Ereignisse hinauszögern können. Für die Untersuchung wurden die Daten von 300.000 Todesfällen durch Krebs über einen Zeitraum von zwölf Jahren analysiert. Es konnte keine ungewöhnliche Verteilung der Todesfälle rund um Geburtstage oder andere Feierlichkeiten festgestellt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Viele BetreuerInnen berichten von PatientInnen, die gegen alle Wahrscheinlichkeit lange genug leben, um bei einem wichtigen Ereignis dabei zu sein. Pflegepersonal und andere den Sterbenden nahe stehende Menschen erinnern sich üblicherweise kurz nach dem Tod an seine genauen Umstände. Frühere Studien haben laut BBC einen offensichtlichen Anstieg oder Abfall von Todesmustern in Zusammenhang mit wichtigen religiösen oder sozialen Ereignissen festgestellt. Manche gingen davon aus, dass die PatientInnen den Tod durch reine Willenskraft hinauszögern konnten oder verwiesen auf einen unbekannten psychosomatischen Mechanismus.

Die neueste Analyse zeigte keinen signifikanten Unterschied in der Anzahl von PatientInnen, die in der Woche nach einem wichtigen Ereignis starben. Vielmehr war es so, dass Frauen eher in der Woche vor ihrem Geburtstag an Krebs starben. (pte)

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