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Nummer neun in Österreich
Die von der GWT-Aus- und Weiterbildungs GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), getragenen Einrichtung wird zwei Bachelor- und drei Masterstudien im Bereich Innenarchitektur und Grafikdesign anbieten. Bei der Hochschule in St. Pölten handelt es sich um die neunte österreichische Privatuniversität, auch die notwendige Unterschrift von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) liegt bereits vor, teilte der Akkreditierungsrat am Dienstag mit.
Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) der WKNÖ führte bereits seit 14 Jahren in St. Pölten Aus- und Weiterbildungslehrgänge für "Gestaltung" durch. Seit 2000 wurden in Kooperation mit der Kingston University in London zwei Design-Studiengänge durchgeführt, die mit dem Bakkalaureat der britischen Uni abschließen.
Rund 240 Studierende
Die neue Privatuni bietet nach Angaben des GWT-Geschäftsführers Andreas Hartl bereits seit Herbst ein Bachelorstudium für "Innenarchitektur und drei-dimensionale Gestaltung" und für "Grafikdesign und mediale Gestaltung" an, die von insgesamt 58 Studierenden belegt werden. Darauf aufbauend soll es drei Masterstudien für "Innenarchitektur und drei-dimensionale Gestaltung", für "Illustration und Printmedien" sowie für "Innovations- & Gestaltungsprozesse" geben. Im Vollbetrieb soll es rund 240 Studierende an der St. Pöltner Privatuni geben. Die Studiengebühren liegen für die Bachelor-Studiengänge bei 4.900 Euro im Jahr, für die Master-Studien bei 6.900 Euro im Jahr.
Hartl wertete gegenüber der APA die Akkreditierung als Privatuni als Anerkennung dessen an, "was wir bisher im Bildungsbereich geleistet haben". Bei der im WIFI-Gebäude in St. Pölten untergebrachten Uni handle es sich um das "High End des WIFI-Geschehens". (APA)
so ein blödsinn, wie kann jemand, der diese uni nicht kennt behaupten, sie hätte kein niveau?
na gut, in österreich können ja auch professoren, die außer ferialpraxis noch nie in der privatwirschaft gearbeitet haben, manager ausbilden. An öffentlichen Unis. (z.B. WU)
man spricht in österreich gerne über dinge, die man nicht kennt.
Es ist wirklich faszinierend, wieviele Leute sich hier über eine Uni aufregen, die sie gar nicht kennen - und aufgrund der völlig unqualifizierten Aussagen muss ich dies annehmen. Es muss in der Tat höchst befriedigend sein, überall seinen Senf dazuzugeben, besonders wenn man vom Sujet nicht die Bohne versteht. Es handelt sich hier nicht um "Hobbykurse a la VHS" und ist weder "Abzocke" noch "hochgradig lächerlich". Hier wird erstklassige Ausbildung auf höchstem Niveau geboten, und die Berufsaussichten sind ausgezeichnet - ganz anders als mit einem "normalen" Abschluss. Und ich muss es wissen - ich studiere nämlich dort.
Innenarchitektur & 3dimensionales Gestalten, seit Mitte Oktober;
so ein Akkreditierungsverfahren ist eine mühselige und langatmige Sache. das heißt aber nicht, dass es die uni erst seit 3. Jänner gibt und dass da vorher nix war. die kooperation auf universitärem Niveau mit der Kingston University gibt es ja schon seit 2000.
für Infos zu den Lehrbeauftragten:
http://www.ndu.ac.at/pdf/WhoIsWho.pdf
Von dort kommt das Ganze her.
A. Gsandtner
mannomann. bin ich froh, dass ich nicht grad 18 bin und mich für ein studium entscheiden muss. offenbar wimmelt es am fh-markt nur so von "studien", in denen unspezifische, werkzeug- und branchenorientierte wissenwimmerl per dekret, für geld und über mehrere semester ausgedrückt werden. der "markt" regelt sowas sicher - nämlich wenn ein diplom in "dreidimensionalen gestalten von gesundheits- und wellnessräumen in farbe" genau das bringt, was es verdient - nix nämlich. passieren wird das allerdings erst in ein paar jahren und auf dem rücken der absolventen, der armen teufel. da bleibt dann nur noch die hoffnung, dass wenigstens der ams-berater sowas wie eine allgemeinbildung hat, damit dem einfällt, wohin mit den arbeitslosen.
Lehrgänge universitären Charakters sind der letzte Schrei im WIFI. Was die mediale Gestaltung angeht
ist mir der Internetlehrgang am WIFI St. Pölten noch
in schlechter Erinnerung. Ein Hobbykurs a la VHS, den
das WIFI auch Arbeitslosen als Berufsausbildung verkaufte. Auch bei der Privatuni geht's in erster Linie ums Abcashen. Dass die Absolventen dann überbleiben ist ja deren persönliches Problem.
"Dass die Absolventen dann überbleiben ist ja deren persönliches Problem"
busek hat zur problematik des wildwuchses an fachhochschulen folgendes gemeint: der markt wirds schon regeln, wenn der studiengang nicht gut genug ist. wird wohl auch für die privatunis gelten.
interessant ists, wenn nach 5 jahren die akkreditierung wieder weggenommen wird. was ist dann mit den studierenden? mich würd interessieren, ob die dann einen gewährleistungsanspruch haben und das geld zurückverlangen können ....
ein beispiel hätten wir ja schon. leider hab ich den namen dieser privatuni vergessen.
das problem der fhs ist, daß es viel zu viele und v.a. viel zu differenzierte gibt, sodaß man eine viel zu schmale und viel zu kurzfristig taugliche ausbildung bekommt.
sie sagen dir zwar, sie bilden dich für den markt aus und deshalb ist alles gut, nur stimmt's halt nicht.
theoretisch regelt das der markt, nur in der praxis steht sich jeder bürgermeister auf seine fh und verteidigt sie , egal welche qualität sie hat. dasselbe entwickelt sich also jetzt auch mit den privatunis.
die studenten, die viel geld für ihre ausbildung zahlen, weil sie glauben, dann was gscheiteres gelernt zu haben als andere, bleiben übrig. und beschweren gehen können sie sich dann beim salzamt. oder bei einer bildungspolitik, die so einen scheiß baut.
stimmt schon, stimmt schon. aber: schauen Sie sich mal den studienplan bwl an der uni wien an:
im gegensatz zur wu bloss eine vertiefungsrichtung aus bloss 3 möglichkeiten. meinen Sie, _das_ ist breit und langfristig ausgerichtet?
also, ich denke, die hochschulausbildung insgesamt hat ihre probleme ....
Dabei gehen heuer
über eine Million EURO
aus Gemeindemitteln
in die FH für Biotechnik
(Aussenstelle von Wr.
Neustadt in Tulln).
A. Gsandtner
Campus Tulln
(Bildungsträger)
Immerhin sehe ich es positiv dass so Eigenverantwortung der Studierenden gefoerdert und gefordert wird -- wer sich von blumigen Versprechungen und bunten Prospektchen blenden hat lassen bekommt langsam aber sicher die Rechnung praesentiert.
Dass es in Oesterreich viele FHs und Privatunis gibt die Hochschulstandard nicht erreichen ist ein offenes Geheimnis -- ein Blick auf Lehrende und Studienplaene zeigt dies schnell.
also, eine Uni, wo man "Innenarchitektur und drei-dimensionale Gestaltung", "Illustration und Printmedien" und "Innovations- & Gestaltungsprozesse" studieren kann, is ja wohl hochgradig lächerlich - offensichtlich kriegt man bei guten politischen beziehung (pröll!) für die zusammenfassung von drei vhs- oder wifi-kursen den uni-titel verliehen. was ist die nächste privatuni: in hintertupfing? mit den studienrichtungen sennerei und almwirtschaft?
...sehe man sich diverse Studien auf der Uni für angewandte Kunst an. Für Arbeiten auf dem Niveau des AHS-Werkunterrichts (zB Plastikhandtaschen - kein Scherz!) bekommen die Leute dort nach ein paar Jahren Magistertitel.
Die Kingston University ist fuer Architektur als auch fuer Kunst und Design eher mittelmaessig bis schlecht... Insgesamt Rang 65 von 99 im Times Good University Guide -- selbst Schuld wer da seine Euros bzw. Pfund verschwendet.
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