Bis zu 10.000 Tote auf Nikobaren im indischen Ozean

30. Dezember 2004, 11:53
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Jeder Fünfte tot oder vermisst

Neu Delhi - Nach der verheerenden Flutwelle in Indien rechnet die Polizei auf den Nikobaren-Inseln mit bis zu 10.000 Toten. Jeder fünfte der etwa 50.000 Inseleinwohner sei entweder tot oder gelte als vermisst, sagte der Vize-Polizeichef der Inselgruppe Andamanen und Nikobaren, S. Vasudev Rao, am Mittwoch per Telefon aus der Hauptstadt Port Blair.

"Es ist schwierig zu sagen, aber es sieht nicht gut aus. Die Zahl der Toten steigt jeden Tag", sagte Rao. "Es könnten zwischen 6.000 und 10.000 (Tote) sein." Die offizielle Opferzahl auf den Nikobaren liegt bisher bei 3.000.

Es seien nur wenige Leichen gefunden worden, sagte Rao. "Alles wurde fortgespült." Viele Inseln seien weiterhin überflutet. Die Rettungsarbeiten konzentrierten sich auf die 13 Nikobaren-Inseln. Bei drei Inseln hätten wegen zerstörter Hafenanlagen bisher keine Schiffe anlegen können. Nahrungsmittel und Wasser würden von Hubschraubern abgeworfen. Der Armeekommandeur der Andamanen und Nikobaren, Rakesh Kala, sagte der Zeitung "The Telegraph" vom Mittwoch, er gehe von mindestens 10.000 Toten aus. Die Zahl der Toten in Indien würde damit auf rund 17.000 steigen. (APA/dpa)

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