Neun Schweizer Todesopfer

29. Dezember 2004, 13:11
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Schweden fürchtet Tod hunderter Landsleute in Thailand - 100 Italiener vermisst

Das Seebeben vom Sonntag hat laut der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey bisher neun Schweizer Todesopfer gefordert. Sechs Personen starben in Thailand, ein Mensch in Indien und zwei in Sri Lanka.

Das schwedische Außenministerium hat wenig Hoffnung auf das Überleben von hunderten vermissten Landsleuten nach der Flutkatastrophe in Thailand. 1.500 schwedische Urlauber würden noch immer vermisst, und "wir fürchten, dass viele von ihnen nicht gefunden werden", sagte Außenministerin Laila Freivalds am Dienstag in Stockholm.

Es handle sich um eine "internationale Tragödie" und ein "nationales Trauma", das tausende Schweden treffe. Freivalds wollte noch am Dienstag in die thailändische Hauptstadt Bangkok reisen. Reiseveranstalter hatten die Zahl der in Thailand vermissten Schweden zuvor mit mindestens 1.600 angegeben, wie die Nachrichtenagentur TT berichtete. Diese Zahl schließe Individualreisende nicht mit ein.

Noch 100 Italiener vermisst

Rund 100 Italiener, die in den von der Flutkatastrophe in Südasien betroffenen Gebieten urlaubten, werden noch gesucht. Dies teilte der italienische Außenminister Gianfranco Fini am Dienstag in Rom mit. Nur zehn der Verschollenen seien mit Reisegesellschaften unterwegs gewesen. Die meisten Vermissten seien Alleinreisende. Vier Italiener könnten sich unter den Hunderten von Opfern befinden, die in einem Hotel in der Region Khao Lak, nördlich von Phuket (Thailand), geborgen wurden. Fini berichtete, dass 13 italienischen Opfer bereits identifiziert worden seien.

Rund 1.500 italienische Touristen trafen am Dienstag aus den von der Flutkatastrophe in betroffenen Gebieten in Mailand Malpensa und Rom Fiumicino ein. Vom italienischen Außenministerium organisierte Flüge aus der Malediven-Hauptstadt Male, aus Sri Lanka und Thailand landeten mit Hunderten von Passagieren, die Horrorgeschichten zu berichten hatten.

Aus verschiedenen italienischen Regionen starteten am Dienstag Transportmaschinen mit Helfern verschiedener Zivilschutzorganisationen und mit Material wie Zelte und Medikamente. Auf dem Rückweg sollen viele Hilfsflugzeuge wieder Touristen mit nach Hause bringen. (APA/dpa/sda)

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