Von zwei Salzburgern fehlt derzeit jede Spur

29. Dezember 2004, 19:55
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Angehörige erfuhren auch vom Außenministerium nichts Neues

Die ersten Salzburger, die die Flutkatastrophe in Asien überlebt hatten, sind am Montagabend nach Hause gekommen. "Zwei Salzburger sind in Schwechat gelandet und wurden dort von ihrem Sohn abgeholt", schilderte Bernd Petertill vom Roten Kreuz gegenüber der APA. Ob und wie viele Salzburger vermisst seien, ist beim Rotem Kreuz Salzburg nicht bekannt.

Zumindest zwei Salzburger werden laut Medienberichten derzeit vermisst. Kein Lebenszeichen gibt es von einem 36-Jährigen, der rund 100 Kilometer nördlich von Phuket Manager der Tauchschule "Similan Divers" ist. Seine Schwester in Golling hatte am Heiligen Abend zum letzten Mal mit ihm telefoniert. Nach dem Erdbeben habe sie und ihr Lebensgefährte wiederholt versucht, die Tauchschule telefonisch zu erreichen. Vergeblich. Unter seiner Handynummer hieße es plötzlich nur: Dieser Anschluss ist nicht bekannt, schilderte die Schwester in den "Salzburger Nachrichten". Die E-Mails der beiden an sämtliche Hotels in der Umgebung blieben unbeantwortet. Auch im Außenministerium erfuhren sie nichts Neues.

Aus der Salzburger Gemeinde Anthering wird ein ebenfalls 36-Jähriger vermisst. Am 22. Dezember hatte sich der Mann das letzte Mal per E-Mail gemeldet. "Er war zum Tauchen auf der Insel Pulau Weh vor Banda Aceh im Norden Sumatras. Er hat dort viele Bekannte. Hoffentlich liest jemand meinen Hilferuf im Internet und meldet sich mit Infos. Von den Botschaften und Ministerien war nichts zu erfahren", so sein Cousin. (APA)

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