"Flachländerinnen halten zusammen"

28. Dezember 2004, 20:32
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Zwei Ski-Niederösterreicherinnen schmücken den Semmering: Michaela Dorfmeister und Kathrin Zettel

Semmering - Am Sonntag hatte es Schusterbuben geregnet. Am Montag schneite es. Viel mehr kann man einer rennfertigen Skipiste nicht antun. Die Weltcupstrecke auf dem Hirschenkogel ist dennoch bereit für die Damen, die am Dienstag Riesenslalom fuhren und am Mittwoch einen Nachtslalom bestreiten. Seit Tagen arbeiten zahlreiche Helfer auf der Panoramapiste. Auf den Regen hatte man mit einem Rüttelbalken reagiert, um die an der Oberfläche aufgeweichte Piste zu verdichtet. Den Neuschnee fräste man mit drei Maschinen in die Piste.

Erstmals wirken am Semmering zwei Niederösterreicherinnen mit. Michaela Dorfmeister (31/RTL) aus Neusiedl bei Pernitz und Kathrin Zettel (18/TRL und Slalom) aus Göstling. Für Dorfmeister ist's der letzte Auftritt auf dem sogenannten Zauberberg. "Ich freue mich wahnsinnig auf das Heimrennen, bin aber auch froh, wenn der Trubel wieder vorbei ist", sagt sie. Und zu Zettel merkt Dorfmeister an: "Sie soll sich in Ruhe auf die Rennen vorbereiten und nicht lesen, dass sie schon der weibliche Tomba ist. Die Kathrin soll fahren, was sie kann und versuchen, sich zu qualifizieren. Podestplätze brauchen Zeit und wenn man sie jetzt schon zu sehr in die Höhe hebt, tut man ihr nichts Gutes. Das erzeugt nur noch mehr Druck." Sie selbst hat ihrer Bundeslandsfrau jede Art von Hilfe angeboten, die Herkunft aus dem Osten verbindet ja speziell im Skisport. Dass Flachländerinnen zusammen halten müssen, liege ja auf der Hand. (red)

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