Anti-Arabella-Programm

7. Februar 2005, 19:00
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ORF feiert "50 Jahre Fernsehen" - Es droht: Eigenlob, immer gleiche Kurzausschnitte und Moderatorin Kiesbauer - Forum: Posten Sie Ihre Programmwünsche und Alternativvorschläge!

Sollte es tatsächlich eine Weihnachtsdepression geben, Fernsehen würde als Gegenmittel kaum durchgehen. Einzig Stan und Ollie schafften es, Freude ins traute Heim zu bringen.

Ansonsten nur Wiederholungen: "Don Camillo und Peppone" in Endlosschleife, "Der Gladiator" - offensichtlich ein Film für besondere Anlässe; wir erinnern uns: Zuletzt im ORF zu Ostern. Einsamer Höhepunkt "Pippi im Taka-Tuka-Land".

Doch blicken wir in die Zukunft: Der ORF feiert seine ersten 50 Jahre, und aus unerfindlichen Gründen beharrt man nach der mäßig erfolgreichen, dafür umso nervigeren "Austro-Pop-Show" am Retrokonzept. "50 Jahre Song Contest" soll an österreichische Wettsänger erinnern. Freuen wir uns somit auf Lizzy Engstler oder Thomas Forstner. Oder "50 Jahre Fernsehen". Man weiß, was droht: Eigenlob, die immer gleichen Kurzausschnitte (originell: Nina Hagen am "Club 2"-Sofa?) und peinliche Interviews, denn Moderatorin ist - Sie ahnen es - Arabella Kiesbauer.

DER STANDARD beweist in dieser Situation Gefühl für die Quote und macht einen Vorschlag zur Güte: 50 Jahre Fernsehen in Österreich dürfen gefeiert werden, keine Frage. Wie wär's aber mit einem Publikumsspiel? Der ORF lässt einfach die Zuschauer entscheiden, welche Produktionen sie noch einmal sehen möchten. Vom "Tatort" angefangen über "Ohne Maulkorb"-Folgen bis zu dieser Lügenshow mit Günter Tolar. Wie hieß die noch gleich? (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 28.12.2004)

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"50 Jahre Fernsehen": Posten Sie hier Ihre ORF-Programmwünsche - Welche österreichischen TV-Produktionen dürfen im Jubiläumsjahr 2005 nicht fehlen?

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    foto: orf
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