Mindestens drei Dutzend Europäer umgekommen

28. Dezember 2004, 11:08
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Betroffenheit in vielen Ländern Westeuropas

London - Unter den zigtausenden Toten des schweren Seebebens in Südostasien sind auch mehr als drei Dutzend Europäer. Da hunderte Menschen noch vermisst wurden, wurde am Montag befürchtet, dass diese Zahl noch steigen würde. Schwierig gestaltete sich die Identifizierung der Leichen, weil viele Tote in Badekleidung ohne Papiere am Strand gefunden wurden.

Unter den Opfern der Flutkatastrophe sind auch Österreicher und Deutsche. Im thailändischen Phuket wurden laut Nachrichtenagentur AFP drei Österreicher tot aufgefunden, ein weiterer Österreicher starb an einem anderen Ort in Südthailand. Oliver Tanzer, Pressesprecher im Außenministerium, sagte auf APA-Anfrage, dass er diese Angaben "weiterhin nicht" bestätigen könne.

Das italienische Außenministerium bestätigte am Montag den Tod von elf Landsleuten. Neun von ihnen kamen auf den thailändischen Urlauberinseln Phuket und Phi Phi ums Leben, zwei in Sri Lanka. Dutzende Italiener wurden in Krankenhäusern behandelt.

Von den mehr als 20.000 Schweden, die zum Unglückszeitpunkt in der Region Urlaub machten, kamen nach Angaben des Tourveranstalters Fritidsresor neun ums Leben. Rund 600 Schweden, die sich in Khao Lak nördlich von Phuket aufhielten, wurden jedoch noch vermisst. Auf Phuket wurden auch drei Dänen getötet, wie das Außenministerium in Kopenhagen bestätigte. Fünf wurden vermisst. Ferner lagen unbestätigte Berichte über zehn getötete Norweger und einen getöteten Finnen vor.

Die britische Regierung gab den Tod von vier Briten bekannt. Außenminister Jack Straw erklärte jedoch, weitere Briten seien als tot gemeldet worden, die Botschaften in den betreffenden Ländern hätten dies lediglich noch nicht bestätigen können. Mit weiteren Opfern sei aber zu rechnen. 69 Briten lagen verletzt in Krankenhäusern.

Das französische Außenministerium gab die Zahl der Toten mit drei an. Je ein Franzose sei in Thailand, in Sri Lanka und in Indien getötet worden. Auch der Tod von zwei Belgiern wurde bestätigt - einem zehn Monate alten Baby und einer 60 Jahre alten Frau. Aus dem Außenministerium in Madrid verlautete, in thailändischen Krankenhäusern würden Spanier versorgt. Zahlen wurden nicht genannt. Die Regierung in Lissabon erklärte, drei Portugiesen würden in Thailand vermisst. Die Schweizer Regierung teilte mit, sie gehe von mehreren Dutzend verletzten Landsleuten aus. Außenamtssprecher Noel Clay bestätigte in Washington den Tod von drei US-Bürgern. (APA/red)

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