Polemik um Gesundheitsminister wegen Operation in Innsbruck

30. Dezember 2004, 21:38
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Magazin: "In jeden anderem Staat müsste Hebrang zurücktreten" - "Eklatante Misstrauensbekundung"

Zagreb/Wien - Der kroatische Gesundheitsminister Andrija Hebrang (58) ist wegen einer Prostata-Operation an der Innsbrucker Universitätsklinik in die Kritik der Medien geraten. Hebrang (Kroatische Demokratische Gemeinschaft/HDZ) hatte sich Mitte Dezember in Tirol einem urologischen Eingriff unterzogen. Dass ausgerechnet der Gesundheitsminister eine ausländische Klinik bevorzugte, statt sich in Kroatien behandeln zu lassen, kommentierte das Wochenmagazin "Nacional" mit den Worten: "In jedem anderen zivilisierten Staat müsste Hebrang umgehend zurücktreten."

"Nacional" zitierte einen Zagreber Chirurgen: "Wenn er nicht genug Vertrauen in unsere Professionalität hat, hätte er einen ausländischen Spezialisten nach Kroatien kommen lassen können. Wir hätten ihm assistiert. Das ist der mindeste Spielraum, den er als Minister einhalten hätte müssen. So ist das eine eklatante Misstrauensbekundung." Seitens der Krankenkasse wurde versichert, dass für den Eingriff in Innsbruck nicht aufgekommen wird. Der Minister war vom Vorstand der Universitätsklinik für Urologie, Univ.-Prof. Georg Bartsch, operiert worden. (APA)

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