Brand in deutscher Moschee: Kein Hinweis auf Anschlag

29. Dezember 2004, 11:30
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Behörden gehen von kriminellem Hintergrund aus

Usingen/Wiesbaden - Die Brandstiftung in einer Moschee in Deutschland geht nach den Ermittlungen der Sicherheitsbehörden nicht auf einen "politisch motivierten Anschlag" zurück.

Das hessische Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden teilte am Montag mit, das Feuer in der Moschee in Usingen sei zwar gelegt worden. Dabei sei ein Brandbeschleuniger wie Benzin aber nicht verwendet worden. Das deute auf eine nicht geplante Brandstiftung eines Einbrechers hin.

Das Feuer war am Morgen des 23. Dezember ausgebrochen und hatte einen Schaden von etwa 50.000 Euro verursacht. In einem Gebetsraum im ersten Obergeschoss des Gebäudes waren nach den Ermittlungen Teppiche und eine Polstergarnitur angezündet worden. Außerdem fanden sich Einbruchsspuren.

Die Fensterscheibe einer Toilette auf der Rückseite des Gebäudes war eingeschlagen worden. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus, der vermutlich durch dieses Fenster eingestiegen ist. Wie das Feuer gelegt wurde, ist noch ungeklärt. Das gilt auch für die Frage, ob etwas gestohlen wurde.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Flammen konnten nach rund einer Stunde gelöscht werden. Die Moschee gehört zur Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft und war erst vor wenigen Monaten fertig gestellt worden. (APA/dpa)

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