Indien und Pakistan setzten Friedensverhandlungen fort

28. Dezember 2004, 11:13
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Außenminister der Atommächte tagen in Islamabad fort - Kaschmir-Frage im Mittelpunkt der Verhandlungen

Islamabad - Ranghohe Diplomaten aus Indien und Pakistan haben am Montag die laufenden Friedensverhandlungen zwischen den beiden Atommächten fortgesetzt. Im Mittelpunkt der zweitägigen informellen Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stehen nach offiziellen Angaben der Streit um das geteilte Kaschmir sowie Sicherheitsfragen. Seit ihrer Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft 1947 haben die beiden Nachbarbarn drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon wegen des Kaschmir-Konflikts.

Die Außenminister von Indien und Pakistan haben am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zweitägige Unterredungen aufgenommen. Im Fokus der Gespräche zwischen dem pakistanischen Außenminister Riaz Khokar und seinem indischen Kollegen Shyam Saran stehe vor allem die Zukunft von Kaschmir, sagte ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums. Dies ist der erste offizielle Dialog über die umstrittene Himalaya-Region seit Beginn des Friedensprozesses vor einem Jahr. Beide Länder beanspruchen das gesamte Gebiet für sich und stehen sich seit 57 Jahren feindselig gegenüber.

Beobachter erwarteten, dass Khokar und Saran einen konkreten Zeitplan für die nächsten bilateralen Gesprächsrunden ranghoher Beamter festlegen. Neben dem Grenzkonflikt sollen dabei die Bekämpfung des Drogenhandels und des Terrorismus sowie die wirtschaftliche Kooperation und vertrauensbildende Maßnahmen in atomaren Fragen behandelt werden. (APA/dpa)

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