Außenministerium: "Rund 1500 Österreicher im Krisengebiet"

27. Dezember 2004, 10:24
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Zu rund 900 Österreichern besteht kein Kontakt - Rückholaktionen starten in Bälde

Wien - Nach Angaben des österreichischen Außenministeriums dürften sich rund 1.500 Österreicher - individuell reisende Rucksacktouristen konnten nicht erfasst werden - in den vom verheerenden Seebeben betroffenen Gebieten in Südostasien aufhalten. Diese Schätzung äußerte die Leiterin der Presse- und Informationsabteilung im Außenamt, Astrid Harz, Montag früh gegenüber der APA. Über mögliche Opfer aus Österreich gebe es vorerst aber keine "gesicherten Informationen".

Der Krisenstab im Außenministerium sei in der Zwischenzeit um Vertreter von Fluglinien und Reiseveranstaltern erweitert worden, berichtete Harz. "Es wird dahin gehend koordiniert, dass diese Österreicher möglichst rasch ausgeflogen werden können." Rückholaktionen sollen in Bälde anlaufen. So soll ein Flieger in die Hauptstadt Sri Lankas, Colombo, geschickt werden. Von dort soll er auch weiter nach Male, der Hauptstadt der Malediven, fliegen. "Soferne es die Lage zulässt".

Fluglinien stellen Kapazitäten zur Verfügung

Weiters soll ein Flugzeug über die burmesische Hauptstadt Rangun nach Phuket fliegen. "Die Fluglinien stellen Kapazitäten zur Verfügung." An Ort und Stelle sollen Vertreter der jeweiligen österreichischen Botschaften die Koordination übernehmen, damit diese Kapazitäten auch genutzt werden können.

"Wir haben unsere Präsenz in den Katastrophengebieten verstärkt. Ein Konsul der österreichischen Botschaft in Bangkok ist in Phuket vor Ort", so Harz, "er hat Notpässe dabei, Geldmittel und klärt ab, wo ärztliche Versorgung vonnöten ist. Er soll den Menschen in der schwierigen Situation helfen, sie beispielsweise informieren, wann es ein Flugzeug gibt."

Zu rund 900 Österreichern besteht kein Kontakt

Bisher habe es beim Außenministerium 900 Anfragen gegeben, so Harz. "Es gibt bisher 900 Namen, zu denen sich Leute gemeldet haben, dass sie zu Personen, die im Krisengebiet unterwegs sind, keinen Kontakt mehr haben." In manchen Fällen sei es den Angehörigen oder Freunden aber mittlerweile gelungen, eine Verbindung herzustellen. Harz: "Wir bitten die Leute, uns auch anzurufen, wenn sie einen Kontakt hergestellt haben. Wir sind über jede Entwarnung dankbar."

(APA)

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