Internationale Hilfe läuft an - UNO warnt vor Seuchen

30. Dezember 2004, 06:42
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Verunreinigtes Trinkwasser größte Gefahr - IWF sagt umfassende Hilfe zu - USA kündigen Soforthilfe von 15 Millionen Dollar an

Genf - Die Vereinten Nationen haben nach der Flutwellen-Katastrophe in mehreren Ländern Süd- und Südost- Asiens vor dem Ausbruch von Seuchen gewarnt. Auf die Gesundheitsbehörden in den betroffenen Ländern kämen ungeheure Anforderungen zu, insbesondere, was die rasche Versorgung mit sauberem Trinkwasser angehe, hieß es bei der UN in Genf.

Schlimmste Katastrophe der jüngsten Geschichte

"Dies könnte die schlimmste Katastrophe für diese Länder in der jüngsten Geschichte werden, weil sie so viele dicht bevölkerte Küstenregionen betrifft", sagte der Koordinator für Katastrophenhilfe bei der UN in Genf, Jan Egeland, dem Sender CNN. Ebenso gravierend oder noch schlimmer wie die Flutwelle nach dem Seebeben könnten die langfristigen Folgen für die betroffenen Regionen werden, warnte er. Das durch Leichen und Unrat verunreinigte Trinkwasser stelle dabei die größte Gefahr dar. Hier sei besonders rasche Hilfe nötig. Besonders in Gefahr seien die ärmsten Teile der jeweiligen Bevölkerungen.

Rotes Kreuz: Soforthilfe von 6,5 Millionen Dollar

Die ersten Operationen der internationalen Hilfswerke sollten am Montag anlaufen. Das Internationale Rote Kreuz und der Rote Halbmond in Genf bemühen sich um Bereitstellung einer Soforthilfe im Umfang von 6,5 Millionen Dollar. Zahlreiche Regierungen in aller Welt haben Unterstützung versprochen.

IWF sagt umfassende Hilfe zu

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den von betroffenen Ländern umfassende Hilfe zugesagt. "Ich beabsichtige, jeden nur möglichen Beistand des IWF bereit zu stellen, um Südasien zu helfen, mit den Folgen des Erdbebens und der Flut fertig zu werden, sagte IWF-Chef Rodrigo Rato in seiner auf der IWF-Seite im Internet am Montag veröffentlichten Erklärung.

Russland schickt Hilfsgüter nach Sri Lanka

Einen Tag nach den verheerenden Flutwellen hat Russland erste Hilfsgüter auf den Weg gebracht. Zwei Flugzeuge vom Typ Iljuschin-76 des russischen Zivilschutzes starteten am Montagmorgen mit Zelten und Decken von Moskau nach Sri Lanka.

Auch russische Such- und Rettungstrupps seien zu der am stärksten von der Katastrophe getroffene Insel unterwegs, teilte der Zivilschutz mit.

USA sagen Soforthilfe vom 15 Millionen Dollar zu

Die USA haben eine Soforthilfe im Umfang von 15 Millionen Dollar (etwa elf Millionen Euro) für die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder in Südostasien angekündigt. Außerdem hat das US-Pazifikkommando Patrouillenflugzeuge zur Verfügung gestellt. Und die Marine bereitet ebenfalls Hilfsleistungen vor, wie US-Außenminister Colin Powell am Montag in Washington mitteilte. (APA/Reuters/dpa/Red)

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