Dutzende Hasen im Nordburgenland vergiftet

28. Dezember 2004, 19:51
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Jäger vermuten Einsatz von "Giftweizen" gegen Wühlmäuse

Eisenstadt - Dutzende vergiftete Hasen haben Jäger in den vergangenen Tagen im Raum Müllendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) entdeckt. Die Tiere dürften vermutlich einem Gift zum Opfer gefallen sein, das auf einem Feld gegen Wühlmäuse ausgelegt wurde, bestätigte der Jagdleiter von Müllendorf, Michael Paller, gegenüber der APA am Sonntag einen Bericht des ORF Burgenland.

Bereits in den vergangenen Tagen seien im Bereich des Föllig im Gemeindegebiet von Großhöflein mehrere verendete Hasen gefunden worden. Bei einem Rundgang in seinem Revier in Müllendorf habe er ebenfalls rund 15 tote Tiere gesehen, so Paller. Bei der auf einem Feld an mehreren Stellen großflächig ausgebrachten Substanz dürfte es sich um so genannten "Giftweizen" - Weizenkörner, die mit einem rötlichen Stoff versetzt sind - handeln. Giftweizen wirkt gerinnungshemmend, Tiere, die den Stoff zu sich nehmen, fangen an, innerlich auszubluten.

Auf freien Flächen des Nachbarreviers habe er ebenfalls zehn bis 15 verendete Hasen gesehen, so Paller. Sein Jagdkollege habe bereits Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft erstattet. Da nun auch sein Revier betroffen sei, werde er den Fall am Montag ebenfalls melden. Der Jagdleiter befürchtet nun, dass sich die Zahl der getöteten Tiere noch erhöht. Sorgen bereitet den Waidmännern, dass auch Fasane, Greifvögel oder andere Tiere das Gift zu sich nehmen könnten.(APA)

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