Das Katastrophenjahr in Asien

21. Februar 2005, 09:53
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Erdbeben, Taifune und Überschwemmungen

Hamburg - Erdbeben, Taifune und Überschwemmungen - die Reihe der Naturkatastrophen, unter denen die Völker Asiens im zu Ende gehenden Jahr zu leiden hatten, ist lang.

Erdbeben in Indonesien

Schon Anfang Jänner bebte die Erde zum ersten Mal in Indonesien und versetzte die Menschen in Angst und Schrecken. Einen Monat später kamen bei einem Erdbeben in der ostindonesischen Provinz Papua mindestens 26 Menschen ums Leben, wenige Tage später starben im Nordwesten Pakistans 15 Menschen, als dort die Erde bebte. Ein schweres Erdbeben erschütterte Anfang April Pakistan und Afghanistan.

Tornado in Bangladesch

Zur Mitte des Monats fegte der erste heftige Tornado der Saison über Bangladesch hinweg und richtete schwere Schäden an. Mindestens 57 Tote und 1.000 Verletzte waren die Bilanz. Ende Juni kamen bei Unwettern in Zentralchina 28 Menschen ums Leben, und 180.000 mussten in Notquartiere gebracht werden.

Das bis dahin folgenschwerste Unwetter des Jahres suchte im August Indien und Bangladesch heim. Mehr als 1.500 Menschen starben, 135.000 Familien mussten von Hilfsorganisationen mit dem Nötigsten versorgt werden. Wenig später kamen an der ostchinesischen Küste beim schlimmsten Taifun seit sieben Jahren 160 Menschen ums Leben, mehr als 460.000 wurden bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht. Ende August tobte der nächste Wirbelsturm über Taiwan, der chinesischen Küste und den Philippinen. Wieder wurden eine halbe Million Chinesen in Sicherheit gebracht.

Unwetter in China

Anfang September setzte sich die Serie der Unwetter in China mit einer riesigen Flutwelle auf dem Jangtse-Strom fort. 180 Menschen starben. Nach schweren Regenfällen wurden Mitte September in Bangladesch 500 Fischer vermisst. Ende September riss ein Taifun in Japan 16 Menschen in den Tod, Mitte Oktober erschütterte ein schweres Erdbeben die Inseln Taiwan und Okinawa. Ende Oktober traf es erneut Japan: Erst brachte ein Taifun für 67 Menschen den Tod und für das Land Verwüstung, dann gab es bei einem Erdbeben über 30 Tote und Tausende von Verletzten.

Von Mitte bis Ende November folgten weitere Katastrophen: Bei einem Erdbeben in Indonesien starben mindestens 16 Menschen, bei einem Taifun auf den Philippinen 37, bei einem weiteren Beben in Indonesien zehn Menschen. Anfang Dezember tobten schwere Unwetter auf den Philippinen und in Indonesien. Allein auf den Philippinen kamen etwa 800 Menschen ums Leben. (APA/dpa)

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