Alle gegen Ahonen

31. Dezember 2004, 13:28
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Seriensieger ist der Mann, den es bei der 53. Vierschanzen­tournee zu schlagen gilt - die Österreicher geben sich "handlungsorientiert"

Wien - Ab Dienstag steht für die Skispringer alles im Zeichen des ersten Saisonhöhepunkts: Zum 53. Mal entscheiden acht Sprünge über den Sieger der so traditionsreichen Vierschanzen-Tournee. Die Frage nach dem Topfavoriten für den Gesamtsieger der Bewerbe in Oberstdorf (29.12.), Garmisch-Partenkirchen (1.1), Innsbruck (3.1.) und Bischofshofen (6.1.)war jedoch noch selten so klar zu beantworten. Wer anders wäre da zu nennen als Janne Ahonen, der sieben der bisherigen acht Weltcupkonkurrenzen für sich entschieden hat. Zwei Mal (1998/99 und 2002/03) hat der Finne die Tournee bereits gewonnen.

"Natürlich ist er der Topfavorit, und es ist auch gut, dass er das weiß. Wir befinden uns in der Jäger-Position und fühlen uns wohl damit", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner vor seiner ersten Tournee in dieser Funktion: "Wir haben drei Springer, die schon auf dem Stockerl waren und jeder der drei hat auch die Chance, ganz oben zu stehen, wenn alles zusammenläuft." Das ÖSV-Team hat sich diese Woche auf der Normalschanze in Seefeld sowie am Tournee-Bakken in Innsbruck mit etwa 20 Sprüngen in aller Ruhe vorbereitet.

Handlungsorientiert

Platzierungsvorgaben gibt es keine: "Wir möchten handlungsorientiert und nicht ergebnisorientiert denken. Aber wir sind auf einem Leistungslevel, mit dem wir nicht nur auf das Glück angewiesen sind." Seinem Team fehlt im WM-Jahr noch der erste Saisonsieg, war abermehrmals knapp daran.

Neben Ahonen ("Er hat einen Lauf, er macht sich keine Gedanken mehr. Man springt immer am besten, wenn man so wenig wie möglich in die Abläufe eingreifen muss.") schätzt Pointner Adam Malysz, der sehr konstante Jakub Janda, aber auch Roar Ljökelsöy und Matti Hautamäki am stärksten ein.

Premiere unter Flutlicht

Neu bei dieser Tournee sind zwei Flutlicht-Springen in Oberstdorf und zum Abschluss in Bischofshofen. "Das ist eine weitere Herausforderung für jeden Athleten. Früher gab es immer den gleichen Tages-Rhythmus, den man jetzt auch während der Tour umstellen muss. Bei einem Nachtspringen hat es keinen Sinn, wenn man den Motor zu früh startet", sagt Pointner. (APA/red)

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