Algerien: Soldaten töten bei Schusswechsel sechs Aufständische

28. Dezember 2004, 17:16
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Polizei: Noch bis zu 500 Rebellen aktiv

Algier - Algerische Soldaten haben Berichten des staatlichen Rundfunks zufolge sechs Aufständische bei einem Schusswechsel getötet. Zu der zweistündigen Schießerei sei es am Freitagvormittag in der Provinz Relizan rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Algier gekommen, berichtete der Rundfunk unter Berufung auf Sicherheitsdienste.

Die Aufständischen hätten sich in einem verlassenen Gebäude versteckt. Sie sollen zu einer kleinen "Terroristen-Gruppe" gehören, die für zahlreiche Attentate in der Gegend verantwortlich sein soll. In den zurückliegenden Jahren hat die Gewalt durch Rebellen in Algerien spürbar nachgelassen. Nach Polizeiangaben sind noch etwa 300 bis 500 Rebellen aktiv.

Nachdem 1992 eine Wahl abgesagt worden war, bei der die radikale Moslempartei FIS (Islamische Heilsfront) als die wahrscheinliche Gewinnerin galt, war es zu einem Aufstand gekommen, bei dem seitdem zwischen 100.000 und 200.000 Menschen getötet wurden. Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika hat erneut eine Amnestie für Aufständische vorgeschlagen, um das ölreiche nordafrikanische Land zu befrieden. (APA/Reuters)

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