Autobombe in der Nähe von Najaf tötet fünf Menschen

27. Dezember 2004, 10:23
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Zivilisten starben bei offensichtlichem Angriff auf Militärkonvoi

Najaf - Bei der Explosion einer Autobombe zwischen den heiligen Städten der schiitischen Moslems Najaf und Kerbala im Irak sind am Samstag fünf Menschen getötet worden. Die Opfer seien Zivilpersonen gewesen, sagte der Polizeichef der Stadt Najaf. Ziel des Anschlags war aber nach seinen Angaben ein US-Militärkonvoi. Zunächst waren keine weiteren Einzelheiten zu erhalten.

Im vergangenen Sonntag waren in Najaf und Kerbala bei offenbar koordinierten Selbstmord-Bombenanschlägen mehr als 60 Menschen getötet und etwa 200 verletzt worden. Extremisten hätten mit den Anschlägen die ohnehin bestehenden starken Spannungen zwischen der schiitischen Bevölkerungsmehrheit und der Sunniten schüren wollen, hatte es geheißen.

Anschläge auf US-Streitkräfte sind in diesem Gebiet relativ selten. Die Schiiten scheinen ihre Kräfte auf die bevorstehenden Wahlen im Jänner zu konzentrieren. Das Misstrauen gegen die US-Besatzungskräfte und des Wahlverfahrens ist in den sunnitischen Gebieten in Norden und Westen des Landes größer. (APA/Reuters)

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