Powell verlangt mehr Truppen für den Irak

26. Dezember 2004, 10:09
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"Washington Post": Besorgnis in US-Regierung ist größer als öffentlich gezeigt

Washington - Der aus dem Amt scheidende US-Außenminister Colin Powell hat sich nach einem Pressebericht für eine deutliche Aufstockung der amerikanischen und britischen Truppen im Irak ausgesprochen. Powell habe US-Präsident George W. Bush und dem britischen Premierminister Tony Blair bei deren Treffen im November darauf hingewiesen, dass zu wenig Truppen im Irak stationiert seien, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, schreibt die Tageszeitung "Washington Post" am Freitag. Hauptaufgabe bei der Kriegsführung sei nach den Worten Powells, die Lage auf dem Boden zu beherrschen und die Situation zu kontrollieren.

Drei Wochen nach dem Treffen mit Blair hatte Bush eine Aufstockung der Truppen um 12.000 auf 150.000 Soldaten angekündigt, um damit vor den geplanten Wahlen Ende Jänner im Irak für mehr Sicherheit zu sorgen.

Mitschriften werden zerstört<7b>

Der Inhalt der Videokonferenzen zwischen Bush und Blair ist nach Informationen der "Washington Post" inzwischen so heikel, dass die Mitschriften sofort zerstört würden, nachdem sie von den höchsten Regierungsmitgliedern gelesen worden seien. Dies lege den Schluss nahe, dass es mehr Besorgnis auf der Spitzenebene der Bush-Regierung gebe als öffentlich gezeigt werde. (APA/dpa)

Link

Powell Advised Bush to Add Iraq Troops

in der "Wahington Post"

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