Prammer fordert Verbesserungen ein

23. Dezember 2004, 18:31
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GegnerInnen der Fristenlösung müssten mit "erbittertem Widerstand" der SPÖ-Frauen rechnen

Wien - Die Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ, Barbara Prammer, hat davor gewarnt, die Straffreiheit des Schwangerschaftabbruches in Frage zu stellen. Wer an den Grundfesten der Fristenregelung rüttle, habe mit "erbittertem Widerstand" der SPÖ-Frauen zu rechnen. Vielmehr seien Verbesserungen notwendig, betonte Prammer am Donnerstag. So müsse man den Schwangerschaftsabbruch in jedem Bundesland ermöglichen, Schutzzonen vor den Kliniken müssten Frauen vor Psychoterror schützen.

Luxus, sondern Selbstverständlichkeit

Aus Anlass der Kundgebungen von GegnerInnen von Abtreibungen vor dem Salzburger Landeskrankenhaus meinte die Zweite Nationalratspräsidentin: "Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen an ihrem Körper in Frage zu stellen, bedeutet massive Gewalt gegen Frauen auszuüben". Androhung von Strafe hätte immer wieder gezeigt, dass Abbrüche damit nicht verhindert werden würden, sondern Frauen in die Illegalität gedrängt, ihre Gesundheit und ihr Leben gefährdet.

Prammer forderte die Zulassung der Abtreibungspille "Mifegyne", sowie Aufklärungskampagnen für Jugendliche. Darüber hinaus dürften Gratisverhütungsmittel in Schulen und die Pille auf Krankenschein keinen Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit darstellen. (APA)

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