Chile: Pinochet verlässt Krankenhaus

24. Dezember 2004, 22:22
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Gericht berät über Verhandlungsfähigkeit des Ex-Diktators

Santiago de Chile - Der frühere chilenische Machthaber Augusto Pinochet ist am Mittwoch wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Pinochet war am vergangenen Samstag wegen eines leichten Schlaganfalls ins Militärkrankenhaus der Hauptstadt Santiago de Chile gebracht worden. Er hatte in seinem Haus kurzfristig das Bewusstsein verloren. Der 89-Jährige soll nach Angaben seiner Ärzte zu Hause weiter betreut werden. Sein Zustand gelte nun nicht mehr als kritisch.

Unterdessen befasste sich das Oberste Gericht des Landes am Mittwoch mit der Frage, ob Pinochet gesundheitlich dazu in der Lage ist, vor Gericht zu erscheinen. Gegen den 89-jährigen Ex-Diktator war vor einer Woche wegen Entführung in neun Fällen und eines Mordes im Zusammenhang mit der Verfolgung Oppositioneller Anklage erhoben worden. Am Montag hatte das Berufungsgericht in Santiago eine Beschwerde Pinochets gegen die Anklageerhebung und den Erlass eines Haftbefehls einstimmig zurückgewiesen. Seine Anwälte hatten ebenfalls das Oberste Gericht angerufen. (APA/dpa)

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