Wiener Filmfonds gab neue Förderprojekte bekannt

30. Dezember 2004, 11:55
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1,5 Millionen Euro für sechs Spielfilme, sieben Dokus und eine TV-Krimiserie

Wien - Sechs neue Spielfilme, sieben Dokus und eine TV-Krimiserie werden vom Filmfonds Wien mit Förderungen bedacht. Insgesamt vergab die Jury in ihrer fünften Sitzung des Jahres 2004 Förderzusagen für Produktion beziehungsweise Projektentwicklung in der Höhe von 1,51 Millionen Euro. Unter den geförderten Projekten sind u.a. neue Arbeiten von Sabine Derflinger, Florian Flicker, Michael Glawogger, Kurt Mayer, Ruth Beckermann, Valentin Hitz, Arash T. Riahi und Houchang Allahyari.

Herstellung

Herstellungsförderungen erhalten die Spielfilme "42 plus" (Dor Film, 300.000 Euro) von Sabine Derflinger, "Dolphins/Morgenland" (coop 99, 354.900 Euro) von Florian Flicker und Michael Glawoggers "Slumming" (Lotus Film, 249.042 Euro), die TV-Krimiserie "SOKO Donau" (Satel, 300.000 Euro) von Peter Fratscher und Jürgen Kaizik sowie die Dokus "3 Söhne Österreichs - Schindler, Loos und Kiesler" (Amour Fou, 68.500 Euro) von Heinz Emigholz, "Einst süße Heimat" (Golden Girls, 24.000 Euro) von Gerald Igor Hauzenberger, Kurt Mayers "Im dunklen Herzen Europas" (Kurt Mayer Film, 26.900 Euro) und "Zorros Bar Mizwa" (98.000 Euro) von Ruth Beckermann.

Projektentwicklung

Projektentwicklungsförderungen gehen an die Spielfilme "Favoriten" (Bonus Film, 17.465 Euro) von Valentin Hitz, "Für einen Augenblick, Freiheit" (Wega Film, 13.972 Euro) von Arash T. Riahi und "Rot Weiß Tot" (Orbrock Film, 17.400 Euro) von Bernhard Salomon und Ulrich Gehmacher sowie an die Dokus "Cooking the History" (Mischief Films, 11.500 Euro) von Peter Kerekes, "Das Geheimnis der Liebe" von Houchang Allayhyari (13.712 Euro) und "Revolution im Ton" (WILDart Film, 14.816 Euro) von Martin Reinhardt.

Plots

Flickers Teenage Road Movie "Dolphins/Morgenland" erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen auf der Flucht vor einem Krieg. Derflingers "42 plus", nach einem Drehbuch unter der Mitwirkung von Angelika Hager ("Polly Adler") und dem dänischen Autor Morgens Rukov ("Festen"), handelt von einer Ehefrau und Mutter (Martina Gedeck), der durch die Begegnung mit einem Tramper ihre innere Unzufriedenheit bewusst wird. Im Mittelpunkt von Glawoggers "Slumming" stehen zwei Freunde (August Diehl, Michael Ostrowski), die aus Spaß mit dem Schicksal anderer spielen. Die Rolle eines ihrer Opfer wurde Paulus Manker auf den Leib geschrieben. Und Hauptdarsteller von "SOKO Donau" ist die Sonderabteilung der Kriminalpolizei an der Donau.

Im Mittelpunkt von Riahis "Für einen Augenblick, Freiheit" stehen Menschen, die ihr Glück jenseits der Heimat suchen. "Favoriten" von Valentin Hitz ist eine Dreiecksgeschichte rund um eine deutsche Businessfrau, einen türkischen Nachwuchs-Fußballer und einen Alt-Favoritner Friseur, und in der Verfilmung von Bernhard Salomons Krimi "Rot Weiß Tot" dreht sich alles um die Leiche eines Werbetexters, die am Heidentor von Carnuntum aufgeknüpft ist.

Dokumentarfilme

Zwei der geförderten Dokumentarfilme haben ihren Schauplatz in Transsylvanien: Hauzenbergers "Einst süße Heimat" zeigt drei der letzten Vertreter der deutschsprachigen Landler und Sachsen, und Kurt Mayer unternimmt für seine "Universum"-TV-Dokumentation eine Zeitreise zu den Hirten der Karpaten. Kerekes erzählt europäische Kriegsgeschichte aus der Sicht der Militärköche. Ruth Beckermann begibt sich auf die Spuren von nach Wien emigrierten georgischen und bucharischen Juden, Houchang Allahyari beschäftigt sich mit der Sufi-Tradition, Heinz Emigholz mit drei berühmten österreichischen Architekten und Martin Reinhart mit der Geschichte des Tons im Film. (APA)

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