Kein weißes Wunder in Sicht

22. Dezember 2004, 18:10
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Schnee am Heiligen Abend nur im Gebirge - die besten Chancen hat Salzburg und die nördliche Steiermark

Wien - Für Romantiker haben die Meteorologen heuer ernüchternde Nachrichten parat: Weiße Weihnachten wird es aller Wahrscheinlichkeit nach in ganz Österreich nicht geben.

Die Temperaturen und geringen Niederschläge reichen höchstens für leichten Regen oder Nieseln in den Bundesländern. Die Schneefallgrenze liegt über 1.000 bis 1.800 Meter, nach der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Chancen für Schnee in Salzburg

Einzig in Salzburg lebt die Hoffnung auf weiße Weihnachten, wie Josef Haselhofer von der Salzburger Wetterdienststelle sagte. Kritisch könne es nur dort werden, wo die Schneedecke weniger als fünf Zentimeter misst - etwa in der Landeshauptstadt -, weil Donnerstag und Freitag milde Temperaturen zu erwarten sind. Durch den starken Frost der vergangenen Tage sei aber der Schnee sehr hart, und deshalb könnte er vielleicht auch bleiben. Sicher weiße Weihnachten gebe es im Gebirge, wo mehr Schnee gefallen sei.´

Warmfront in Vorarlberg

Im Vorarlberger Flachland wird die Sehnsucht nach weißen Weihnachten heuer wohl nicht erfüllt werden. Eine Warmfront mit bis zu sieben Grad Celsius wird die dünnen Schneefelder im Rheintal mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zum Schmelzen bringen, so die Auskunft von der ZAMG in Bregenz.

Oberösterreich: Glatteis statt Schnee

In den tiefen Lagen ist auch die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten in Oberösterreich ebenfalls "gleich Null". Am 24. Dezember sollte es sehr windig und wechselnd bewölkt, aber weitgehend niederschlagsfrei sein. Im Zentralraum soll die Temperatur bei plus fünf Grad liegen, die Schneefallgrenze dürfte sich bei 800 Metern einpendeln. Schnee wird es einen Tag vor dem Heiligen Abend geben, allerdings wird er am Vormittag in Regen übergehen und Glatteis verursachen.

Tirol: Tauwetter

In Tirol rechnete die Wetterdienststelle Innsbruck für den Heiligen Abend ebenfalls mit Tauwetter. Nur oberhalb von 1.500 Metern dürfte der bisher gefallene Schnee verschont werden, so die Meteorologen. Bei aufgelockerter Bewölkung und längerem Sonnenschein erwarten die Meteorologen leichtes Tauwetter bis gegen 1.500 Meter, auf den Gipfeln der Nordalpen starke Westwinde.

Schnee für die nördliche Steiermark

"Gegen Null" ist die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten auch in der Steiermark südlich der Mur-Mürz-Furche. Laut ZAMG-Außenstelle Graz-Thalerhof steigt die Schneefall-Wahrscheinlichkeit im Oberland - Niedere Tauern, Fischbacher Alpen, Wechsel - auf 30 bis 40 Prozent, wo hingegen in den nördlichen Abschnitten - Ennstal, Salzkammergut, Mariazeller Land - sogar mit 90 Prozent "weiß" sein wird.

Kärnten: Nur ein Wunder könnte Schnee bringen

In Kärnten wird es nur dort weiße Weihnachten geben, wo Schneekanonen im Einsatz sind. "Sonst schaut es schlecht aus", sagte Christian Rainer von der Wetterdienststelle Klagenfurt. "Denn Niederschläge bis Heiligen Abend sind nicht zu erwarten. Im Gegenteil, auf den Bergen wird es zu einer starken Erwärmung kommen, so dass die Frostgrenze auf über 2.000 Meter steigt."

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