Frühpension wegen Arbeitslosigkeit auf Tiefstand

23. Dezember 2004, 14:42
1 Posting

Aber Pensionsvorschuss klettert nach oben

Wien - Die vorzeitige Alterspension wegen Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Wie aus jüngsten Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor geht, nahmen 1999 insgesamt 19.108 Personen diese Sonderpensionsform in Anspruch, im November 2004 waren es nur mehr 10.025. Dem steht allerdings laut Arbeitsmarktservice (AMS) eine steigende Zahl von Anträgen auf diese Sonderpensionsform gegenüber, was bedeutet, dass der Pensionsvorschuss stark nach oben geklettert ist.

So erhielten im Jahr 2000 insgesamt 15.303 Personen einen Pensionsvorschuss (Arbeitslose, die sich für arbeitsunfähig und damit für frühpensionsreif erklären, erhalten dieses Geld). 2001 gab es ein leichtes Sinken auf 15.155 und im darauf folgenden Jahr einen Anstieg auf 16.141. Im Jahr 2003 gab es einen Anstieg auf 23.374 und für den November 2004 wurde ein Wert von 26.921 Personen, die Pensionsvorschuss bezogen, ausgewiesen. Im Vergleich zum November 2003 (26.374) ist auch hier ein geringfügiger Anstieg zu verzeichnen.

Pensionsvorschuss

Der Pensionsvorschuss bedeutet, dass jene Arbeitslosen, die einen Antrag auf Frühpension eingereicht haben, den Pensionsvorschuss statt des Arbeitslosen- oder Notstandsgeldes erhalten, solange das Verfahren läuft. Erhalten sie dann einen negativen Bescheid, bekommen sie danach wieder nur das Arbeitslosen- oder Notstandsgeld.

Allerdings ist der Pensionsvorschuss von der Höhe her nicht vergleichbar mit der zu erwartenden Pensionshöhe. Der Pensionsvorschuss ist ab 2004 bei 24,60 Euro pro Tag gedeckelt. Im Monatsschnitt mit 30 Tagen bedeutet dies 738 Euro. Wenn der Pensionsvorschuss bewilligt wird und die zu erwartende Pensionshöhe ist höher als der Pensionsvorschuss, wird nachträglich die Differenz bezahlt. (APA)

Share if you care.