UNO-Sanktionen gegen Liberia bleiben bestehen

25. Dezember 2004, 18:15
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Sicherheitsrat lehnte Aufhebung ab - Diamanten- und Holzembargo sollen erneut überprüft werden

New York - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die wegen des Bürgerkriegs in Libera verhängten Sanktionen gegen das westafrikanische Land verlängert. Das Exportverbot für Diamanten und Holz bleibt damit ebenso bestehen wie das Waffenembargo und ein Reiseverbot. Zu dem am Dienstag in New York einstimmig gefassten Beschluss erklärte der Sicherheitsrat, die Regierung Liberias habe es bisher nicht vermocht, ihrer Autorität im gesamten Land Geltung zu verschaffen.

Die Vereinten Nationen würdigten die Bemühungen der liberianischen Regierung, die Voraussetzungen für eine Aufhebung der Sanktionen zu schaffen. Daher soll das Diamantenembargo in drei Monaten und das Holzembargo in sechs Monaten erneut überprüft werden.

Der Großteil der Sanktionen gegen Liberia wurde im Mai 2001 verhängt. Damals wurde die Regierung von Ex-Präsident Charles Taylor für schuldig befunden, die Rebellen im benachbarten Sierra Leone zu unterstützen. Im Juli 2003 kam das Holzexportverbot hinzu. Taylor floh im August 2003 aus Liberia und machte den Weg für eine Übergangsregierung frei, die für Ende 2005 Wahlen vorbereitet. (APA/AP)

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