Mittwoch: Slalom-Showdown in Flachau

22. Dezember 2004, 09:26
1 Posting

Grandi will auch im Slalom vorne mitmischen - ÖSV-Asse Pranger und Schönfelder wieder fit

Flachau - Das letzte Herren-Weltcup-Rennen vor der kurzen Weihnachtspause wird es am Mittwoch noch einmal in sich haben. Beim Slalom in Flachau (10:30 und 13:30 Uhr/live ORF 1) erwartet die Stangenartisten nicht nur ein Zuschaueransturm - die Veranstalter rechnen mit 15.000 Fans -, sondern auch ein echter "Eislaufplatz". Die Hermann-Maier-Piste präsentiert sich nämlich bei strahlend blauem Himmel in perfektem, aber extrem eisigen Zustand. "Wir dürfen uns auf ein spektakuläres Rennen freuen. Das wird eine eisige Angelegenheit", rechnet ÖSV-Technik-Coach Gert Ehn zwei Tage vor dem Heiligen Abend mit einer tollen Ski-Show.

In den ersten beiden Saison-Slaloms in Beaver Creek und Sestriere schafften gleich sechs verschiedene Athleten (Raich, Rocca, Schönfelder, Miller, Zurbriggen, Palander) den Sprung aufs Stockerl. "Das zeigt ganz deutlich, wie viele Favoriten es derzeit im Slalom gibt und wie viele am Mittwoch den Slalom gewinnen können", weiß Ehn, der dennoch auf einen vollen ÖSV-Erfolg hofft. "Ein Sieg im Heimrennen, noch dazu so kurz vor Weihnachten, wäre wunderbar." Um mit dem blanken Eis besser zurecht zu kommen, haben die ÖSV-Slalom-Asse am Montag auf der Turracher Höhe speziell eisige Passagen simuliert.

Zu den üblichen Verdächtigen im Slalom will sich diesmal auch Riesentorlauf-Doppelsieger Thomas Grandi gesellen. "Mit so viel Selbstvertrauen könnte auch im Slalom etwas möglich sein. Aber klar ist, dass der Riesentorlauf die deutlich stärkere Disziplin von mir ist", meint der Kanadier, der jedoch nach dem Riesentorlauf-Erfolg eine zünftige Siegesparty ankündigte.

Im Gegensatz zum Eis-Liebhaber Grandi hofft der amtierende Slalom-Weltcup-Sieger Rainer Schönfelder, dass die Organisatoren die Piste noch bearbeiten und eine Spur rauer machen. Körperlich ist der Kärntner nach einer durch eine Kippstange verursachten Knieverletzung wieder voll fit. "Das ist kein Thema mehr. Vielleicht hat es mich aber in Sestriere mehr behindert als ich mir eingestehen wollte", so Schönfelder.

Auch Manfred Pranger meldete sich nach schweren Kreuzbeschwerden wieder gesund zurück. "Die Erwartungen sind aber eher bescheiden", erklärte der Tiroler, der auf Grund der Blessur mehre Trainingstage sausen lassen musste. Dazu kommt, dass Pranger, in den ersten beiden Saisonrennen jeweils Siebenter, seine Ski-Führung umgestellt hat: "Ich bin jetzt enger unterwegs."

Die Veranstalter lassen haben nichts unversucht gelassen, um ihrem Motto "Weltcup-Weihnachtsmärchen" gerecht zu werden. Für die neuerlich tolle Atmosphäre während des Rennens werden u.a. die Salzburger Schulkinder sorgen, denn dank einer Schulaktion kommen knapp 7.500 SchülerInnen zum Rennen.(APA)

ÖSV-Aufstellung für den Herren-Weltcup-Slalom am Mittwoch in Flachau: Kilian Albrecht, Patrick Bechter, Kurt Engl, Reinfried Herbst, Martin Marinac, Mario Matt, Manfred Pranger, Benjamin Raich, Rainer Schönfelder, Michael Walchhofer

Share if you care.