Erdogan unterstützt neue Zypern-Gespräche unter UN-Vermittlung

23. Dezember 2004, 14:20
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Annan-Plan als Grundlage - EU-Ratspräsidentschaft für weitere Friedensbemühungen

Ankara/Brüssel - Die Türkei ist nach den Worten von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zu einer neuen Verhandlungsrunde zur Beilegung der Zypern-Krise unter Vermittlung der UNO bereit. Dem Fernsehsender CNN-Türk sagte Erdogan am späten Montagabend, Grundlage für die Wiederaufnahme der Gespräche sollte der von UN-Generalsekretär Kofi Annan im April vorgelegte Zypern-Plan sein. Ankara werde mit der Europäischen Kommission ab Anfang 2005 über das Thema diskutieren.

Der niederländische Regierungschef und derzeitige EU-Ratsvorsitzende Jan Peter Balkenende rief die griechischen und türkischen Zyprioten am Dienstag auf, neue Anstrengungen zur Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel zu unternehmen. Balkenende zeigte sich "sehr beeindruckt" über die "positiven Entwicklungen" in der Türkei.

Die EU-Staats- und Regierungschefs und Erdogan hatten am Freitag vereinbart, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei am 3. Oktober 2005 beginnen sollen. Die Regierung der griechischsprachigen Republik Zypern hatte angekündigt, sie werde den Beginn der Beitrittsgespräche blockieren, falls Ankara das EU-Neumitglied Zypern bis dahin nicht offiziell anerkannt habe. (APA)

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