"Rede des Jahres" wurde von "Süddeutsche Zeitung"-Journalist gehalten

29. Dezember 2004, 13:18
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Wissenschafter-Jury: Scharfsinnige Analyse zu Rechtsextremismus

Heribert Prantl, Journalist der "Süddeutschen Zeitung", hat aus Sicht des Seminars für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen in Deutschland die "Rede des Jahres 2004" gehalten. Die Wissenschafter wählten seine im November vorgetragene Analyse über Rechtsextremismus unter 200 in diesem Jahr gehaltenen Reden aus. Das teilte die Universität am Dienstag mit.

"Zivilgesellschaft ist vitaler Verfassungsschutz"

Prantls hielt seine Rede "Zivilgesellschaft ist vitaler Verfassungsschutz" bei der Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille der Autorenvereinigung deutsches PEN-Zentrum in Darmstadt an die Schweriner Initiative "Bunt statt Braun".

Der Chef des Ressorts Innenpolitik beschreibe eindringlich, anschaulich und ohne abgenutzte Phrasen oder falsches Pathos Ursachen und Folgen des Rechtsextremismus, heißt es in der Begründung der Jury. In der Rede zeige er überzeugende Perspektiven zur Rückeroberung des öffentlichen Raumes von den Rechtsradikalen auf. Anders als viele Redner, die sich mit einem pathetischen Appell begnügten, analysiere Prantl das Phänomen Rechtsextremismus scharfsinnig. (APA)

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