Presseförderung für Journalistenausbildung

4. November 2005, 16:29
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"Krone" und "Kurier" gründen "Verein zur Förderung der journalistischen Aus- und Weiterbildung"

"Kronen Zeitung" und "Kurier" haben nun ihre angekündigte Förderung der Journalistenausbildung auf die Beine gestellt. Die beiden Zeitungen wenden dafür sämtliche Mittel auf, die sie aus der Presseförderung erhalten. Dies teilte "Kurier"-Herausgeber Peter Rabl am Dienstag in einer Aussendung mit. Der neu gegründete "Verein zur Förderung der journalistischen Aus- und Weiterbildung" werde die mehr als 300.000 Euro, die derzeit an "Krone" und "Kurier" gehen, verwalten.

"Private Public Partnership"

Für das Jahr 2005 würden drei Institutionen für Journalistenausbildung, die "von den beiden Zeitungen und deren gemeinsamer Firma Mediaprint völlig unabhängig" seien, zur Einreichung von potenziell förderungswürdigen Projekten eingeladen. Mittelfristig plane der Verein, in Form von "Private Public Partnership" einen Beitrag zur strukturellen Verbesserung der Journalisten-Ausbildung zu leisten. Rabl, der die Funktion als Vereinsobmann bekleidet, habe erste Gespräche in dieser Richtung bereits geführt.

Obmann-Stellvertreter ist "Krone"-Geschäftsführer Wolfgang Altermann, weitere Vorstandsmitglieder sind unter anderem Raiffeisen-Generalsekretär Ferdinand Maier, "profil"-Herausgeber Christian Rainer und Ex-ORF-Generalintendant Gerhard Weis.

Die Presseförderung wird von "Kronen Zeitung" und "Kurier" seit Jahren als Marktverzerrung kritisiert. Bei der Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens des "Kurier" hatte Raiffeisen-Generalanwalt und "Kurier"-Aufsichtsratspräsident Christian Konrad den Anstoß für die neue Widmung der Mittel gegeben. Die übrigen Gesellschafter von "Krone" und WAZ hätten diese Idee sofort unterstützt, hieß es am Dienstag. Rabl lud abschließend "die zum Teil mit wesentlich höheren staatlichen Fördermitteln bedachten anderen Verlage und Printmedien ein, diesem Beispiel einer sinnvollen Verwendung der Mittel aus der umstrittenen staatlichen Presseförderung zu folgen". (APA)

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