Handel hofft auf kleines Plus

21. Dezember 2004, 17:31
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Das Weihnachtsgeschäft liegt bisher um fünf Prozent unter Vor­jahres­niveau - Insgesamt wird ein Plus von einem Prozent erwartet

Wien - Der österreichische Einzelhandel musste im heurigen Weihnachtsgeschäft bis zum vierten Adventsamstag (einschließlich 18. Dezember) ein 5-prozentiges Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Zahl der kaufenden Kunden ging im Jahresvergleich bisher um 6 Prozent zurück.

Das geht aus einer Umfrage der KMU Forschung Austria unter mehr als 300 österreichischen Einzelhandelsgeschäften hervor, die heute von der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) präsentiert wurde.

Zwei Einkauftage weniger

Den Konsumenten standen heuer allerdings bis zum vierten Einkaufssamstag um zwei Einkaufstage weniger zur Verfügung als im Vorjahr, zumal der 1. Dezember 2003 auf einen Montag gefallen ist, heuer aber auf einen Mittwoch. Bereinigt man diese Differenz, würde sich das Weihnachtsgeschäft um 6 Prozentpunkte verbessern und damit um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr im Plus liegen.

Für das gesamte Weihnachtsgeschäft - jenen Umsatz, der das Normalmaß Jänner bis November übersteigt - wird hingegen ein Plus von 1 Prozent erwartet.

Kurzfristige Weihnachtseinkäufe

Die Weihnachtseinkäufe erfolgen laut KMU Forschung Austria immer kurzfristiger. Gutscheine und Bargeld waren auch heuer gut nachgefragt. Beliebtestes Weihnachtsgeschenk ist in diesem Jahr Kleidung, gefolgt von Büchern und Gutscheinen. Auf den weiteren Plätzen folgen Spielwaren, Bargeld, Selbstgemachtes, Kosmetik, Sportartikel, Schmuck und schließlich auf Platz 10 die Unterhaltungselektronik.

Bei der kalendermäßigen Bereinigung liegen die Parfümerien und Drogerien ebenso wie der Sportartikel- und der Möbelhandel in der Zwischenbilanz über dem Umsatzniveau des Vorjahres.

Kalenderbereinigt Rückgänge zu verzeichnen hatten hingegen Branchen wie der Spielwaren- sowie Uhren- und Schmuckhandel, für die das Weihnachtsgeschäft traditionell sehr wichtig ist. Ein leichtes Umsatzminus verzeichneten kalenderbereinigt auch die Sparten Lederwaren, Papier und Bücher, Schuhe, Bekleidung, Elektro und Foto. (APA)

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    Noch sind nicht alle Geschenke verpackt - was den Handel noch hoffen lässt.

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