Deutsche Studentin soll wegen Bombendrohung 152.000 Euro zahlen

23. Dezember 2004, 16:05
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Kosten für Polizeieinsatz zur Sperre des Düsseldorfer Flughafens

Wegen der Sperrung des Düsseldorfer Flughafens nach telefonischen Bombendrohungen im Sommer 2003 fordert der Bundesgrenzschutz jetzt rund 152.000 Euro von der geständigen Anruferin. "Wir versuchen mit den Forderungen lediglich die Kosten hereinzubekommen, die uns durch den Polizeieinsatz entstanden sind", sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes am Dienstag.

Bereits im April war die 29-Jährige Studentin vom Landgericht Düsseldorf zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Studentin hatte beim Flughafen Düsseldorf, der Niederlassung des Reiseveranstalters Alltours und dem Polizeipräsidium angerufen und mit versteckten Bomben gedroht. Rund 15.000 Menschen saßen daraufhin fest, 149 Flüge wurden am letzten Tag der nordrhein-westfälischen Sommerferien gestrichen oder umgeleitet.

Die Studentin hatte die Tat im Düsseldorfer Prozess gestanden. Sie habe mit ihrem Freund nicht in den Urlaub fliegen wollen, begründete sie die Drohungen. Der Vorsitzende Richter Fritz von Beesten bezifferte den Schaden des Flughafens nach der Vollsperrung auf rund 190.000 Euro, den der Fluggesellschaften auf rund 1,2 Millionen Euro.

Wie Werner Mocking, Sprecher des Verwaltungsgerichts Düsseldorf am Dienstag bestätigte, hat die 29-Jährige Klage gegen die Forderungen eingereicht. Ein Verhandlungstermin stehe allerdings noch nicht fest. (APA/AP)

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